Autorin Sabine Zett liest in der Hauptschule Ruraue

Von: Daniela Martinak
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Die Autorin Sabine Zett liest in der Gemeinschauftshauptschule Ruraue Jülich den beiden sechsten Klassen aus ihrer Jugendbuchreihe „Hugo“ vor. Mit verstellter Stimme und lustigen Gesten hat sie die Schüler binnen Minuten auf ihrer Seite. Foto: Martinak

Jülich. Hugo Kotsbusch ist eine echte Sportskanone, die nur darauf wartet, loszugehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Hugo entdeckt und für den Profi-Fußball engagiert wird. Dann verdient er Millionen und kann sich alles leisten, was er haben will. Hugo denkt zwar, er sei eine Mischung aus Cristiano Ronaldo und David Beckham.

Er unterscheidet sich jedoch nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Spielkultur weitestgehend von den Fußballstars. Bei Hugo liegt ganz klar ein Hauch von Selbstüberschätzung vor. Marvin erkennt sich wieder. Eifrig meldet sich der Zwölfjährige und sagt: „Solche Träume hatte doch jeder von uns schon mal.“ Seine Mitschüler nicken. Und Sabine Zett hält sich den Bauch vor Lachen. „Es ist immer wieder herrlich mit den Kindern so etwas zu besprechen“, versichert die Autorin. Heute ist sie zu Gast in der Gemeinschaftshauptschule Ruraue in Jülich.

Die aus Westfalen stammende Autorin der Jugendbuchreihe „Hugo“ fackelt nicht lange. Schnell macht sie den Schülern und Schülerinnen klar, dass quatschen, rumhampeln und hantieren mit anderen Dingen ihr nicht in den Kram passen. Und spätestens, nachdem sie begonnen hat aus Hugos Welt zu erzählen und zu lesen ist es muckmäuschenstill im Raum.

Wie gebannt lauschen die Schüler und Schülerinnen der Klassen 6a und 6b den Geschichten, die Sabine Zett vorträgt. Oder vielmehr der Geschichte. Denn eigentlich dreht sich die Autorenlesung in der Bücherei der Schule nur um eins: Um Hugo.

Und obwohl die jungen Zuhörer wenige Minuten zuvor verlauten ließen: „lesen ist doof“ – vorgelesen zu bekommen ist scheinbar gar nicht „doof“ und plötzlich macht auch das Vorlesen vor der eigenen Klasse Spaß. Zett: „Es ist eine interaktive Lesung, bei der ich die Kinder und Jugendlichen bewusst miteinbinde. Sie kommen mit nach vorne und werden zu meinen Leseassistenten.“

Und so bekommen auch Frederik und Samanta die Gelegenheit in die Rolle des Hugo und seiner Schwester Anna zu schlüpfen. Die Autorin selbst gibt aber auch dabei nicht das Buch aus der Hand, sondern schlüpft in die rolle des erzählers und der Randfiguren. MitVerstellter Stimme und witzigen Gesten gibt sie ihren Buchcharakteren schnelle Persönlichkeit und verleiht ihnen gewissen Charakter. Dabei nutzt sie unterschiedliche Dialekte, verfällt mal in einen Singsang oder wird einfach lauter.

Zwei Stunden später macht es „patsch“ und das Buch ist zu. Kopfschüttelnd und verstädnislos schauen die Schüler die Autorin an: „Bitte lesen Sie weiter. Das können Sie doch jetzt nicht machen.“ Doch keine Gnade. Schließlich läutete es bereits zum Matheunterricht. „Wer wissen will, wie es weiter geht, muss sich das Buch hier ausleihen oder kaufen“, betont Zett. Und schon stürmen die Sechstklässler auf die Regale zu...

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