Auto freischaufeln mit 1,84 Promille

Von: pol-dn
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Linnich. Mit einer Schaufel wollte sich am Mittwochabend im Stadtteil Hottorf ein alkoholisierter Autofahrer nach einem Unfall frei graben.

Doch die Polizei war schneller als der angetrunkene Schneeschipper.

Kurz nach 21 Uhr war ein 49 Jahre alter Jülicher beim Befahren der Düsseldorfer Straße in Fahrtrichtung Heerbahn auf schneeglatter Fahrbahn nach rechts abgekommen, berichtet die Polizei in Düren.

Dabei hatte der Wagen ein Verkehrszeichen verbogen und war gegen eine Grundstücksmauer geprallt. Trotz des entstandenen Schadens machte der Fahrer dann Anstalten davon zu fahren, was ihm jedoch nicht gelang, weil der deutlich beschädigte Pkw, an dem unter anderem auch ein Reifen geplatzt war, nicht aus dem Schnee heraus kam.

Auf die Ansprache eines hinzu kommenden Ortsansässigen reagierte der Jülicher erst gar nicht. Stattdessen, so der Zeuge, holte er eine Schaufel aus dem Wagen und begann den Schnee rings um sein havariertes Fahrzeug wegzuschippen.

Bei Eintreffen der Polizei kam der Unfallfahrer den Beamten schwankend und leicht verletzt entgegen, was jedoch nicht auf eine Entkräftung durch Schneeschaufeln zurück zu führen war. Nach mehrmaligen Versuchen gelang ihm ein Alcotest, der mit 1,84 Promille AAK strafrechtliche Konsequenzen für den Jülicher begründete.

Sein Führerschein wurde einbehalten. Zwischenzeitlich stellte sich im Rahmen von Ermittlungen heraus, dass der 49-Jährige ganz offenbar auch für einen weiteren Unfall in Hottorf und mindestens eine weitere Kollision im benachbarten Kreis Heinsberg verantwortlich war.

Sein ringsum beschädigtes Auto wurde zu Beweiszwecken sichergestellt. Neben der Schneeschaufel fanden die Beamten an Bord des Wagens leere und angetrunkene Weinflaschen. Die Ermittlungen dauern an.
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