Auszeichnung für Jülicher FH-Absolventin

Von: nk
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Shabnam Tawabi Kaschani, Preisträgerin der Max-Buchner-Forschungsstiftung, nimmt die Urkunde und Glückwünsche von Rektor Markus Baumann (links) und Prof. Gereon Elbers entgegen. Foto: Schenk

Jülich. „Nach dem Studium ist vor dem Studium”, transponierte Rektor Prof. Markus Baumann während der Verabschiedung der diesjährigen Absolventen der FH Aachen am Campus Jülich ein Zitat von Sepp Herberger in den Akademikeralltag. Schließlich sei mittlerweile lebenslanges Lernen zum festen Bestandteil des Berufslebens geworden.

Aber bereits jetzt hätten die ehemaligen Studenten mit ihrem Diplom, Bachelor und Master ihre wissenschaftliche Visitenkarten abgegeben und dafür gesorgt dass „auf der großen Landkarte der Wissenschaft ein paar zuvor noch weiße Flecken nun mit neuen Erkenntnissen und Einsichten beschriftet sind.”

Laut Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit hätten Akademiker trotz der schweren Finanzkrise beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, betonte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Eine OECD-Studie hätte zudem im September bestätigt, dass bei Akademikern das geringste Risiko bestünde, arbeitslos zu werden. Gerade hochqualifizierte im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hätten auch in wirtschaftlich schweren Zeiten eine bessere Ausgangsposition.

„Wir brauchen Sie!”, fasste es der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz kurz und knapp zusammen: „Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte in unserem Land!” Die Wichtigkeit eines lebenslangen Lernens hob auch Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel hervor. Die „Halbwertzeit des Wissens” nehme ab, da die Phasen zwischen Innovationen immer kürzer würde.

Die herausragende Position in der Forschung dokumentierte wieder einmal ein Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung. Diesmal nahm die Absolventin Shabnam Tawabi Kaschani die Auszeichnung für ihre Abschlussarbeit „Entwicklung eines Schnellmessverfahrens zur Charakterisierung von Feinstaub mit der Nahinfrarotspektroskopie”, die von Prof. Dr. Gereon Elbers begleitet wurde, entgegen. Mit diesem Screeningverfahren lässt sich Feinstaub unter anderem hinsichtlich von Schwermetallen analysieren.

Anfängliche Befürchtungen über den damals noch recht unbekannten Bachelorstudiengang hätten sich rasch zerstreut, berichtete Absolvent Joel Wagner, im Gegenteil sei er sehr zufrieden. Allerdings hat er auch bei RWE sehr gute Erfahrungen in den Bereichen Tagebau, Kraftwerk und Veredelung erhalten, die eine große Rolle bei der Ausbildung gespielt habe, so dass er bereits eine Arbeitsstelle vorweist. Gemeinsam mit seinem Ex-Kommilitoninnen Katharina Wendt und Kathrin Isenbügel warf er noch einmal einen Blick auf die hinter ihnen liegende Studienzeit.

Flower-Power, Karl Marx und polizeiliche Verwarnungen - auf humorvoll kritische Distanz zu Obrigkeiten und Klischees ging Diplom-Ingenieur Reinhard Richter, der in seinen Erinnerung zum Herbst 1969 zurückreiste, als „das ländliche Jülich schlagartig 1000 Studenten zu verkraften hatte”. Acht ehemalige Studenten nahmen zum 40-jährigen Jubiläum ihre Immatrikulationsurkunden sowie Erstsemesterrucksäcke aus den Händen von Campussprecherin Angelika Merschenz-Quack entgegen. Die Jubilare feierten insbesondere mit ihren ehemaligen Dozenten Prof. Dr. Fritz Vogt, Prof. Dr. Werner Jansen und Dr. Hannspeter Eulenberg ein fröhliches Wiedersehen.

Ohne Nummer 5, die gerade ein soziales Jahr in Afrika verbringt, bewiesen „SaxOFive” auch als Quartet bei „Summertime” und „The Entertainer” viel Sinn für Swing. Von der Gründung des alten Iuliacum an der Via Belgica zog der römische Tribun Lucius Poblicius alias Andreas Kupka in Begleitung von Livia Drusilla (Evelyn Wirtz) einen Bogen bis zur Forschung im Weltraum, die 1969 mit der ersten Mondlandung einen Höhepunkt erreichte. Dann endete er mit den Worten: „Viele Wege führen nach Rom und nach Jülich”, und endete mit einem Bild von Nobelpreisträge Peter Grünberg: „... und manche nach Stockholm”.
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