Ausstellung: „Wenn ich Herzog von Jülich wär...“

Von: ptj
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Bunt und kreativ: Kinder fühlen sich von der Ausstellung zum Kreativwettbewerb magisch angezogen. Foto: Jagodzinska
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Jülich. „Das alles und noch viel mehr, würd‘ ich machen, wenn ich Herzog von Jülich wär“. So lautet der Refrain eines Liedes über die Zukunftsstadt, mit dem eine singende Kindergruppe aus der städtischen Kita „Wilde 13“ ihren zahlreichen Zuhörern ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Anlass war die Ausstellungseröffnung des Kreativwettbewerbs „Jülich 2030“ in der Turmhalle der Propsteikirche.

In 15 Beiträgen, darunter ein Lied, diverse Kunstwerke und digitale Präsentationen, hatten Jülicher Kinder und Jugendliche ihre Ideen, Wünsche und Träume kreativ umgesetzt. Damit leisten sie ihren Beitrag zur Entwicklung einer Vision im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt Jülich 2030+“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Beteiligt hatten sich fünf Kitas, vier Sekundarschulklassen und jeweils drei Klassen oder Kurse der GGS Jülich-West (Koslar) und des Gymnasiums Zitadelle.

Wie soll Jülich in 15 oder 30 Jahren aussehen? Die Teilnehmer stellen sich ihre Stadt bunt, freundlich und sauber vor, mit Gärten und Fußballfeldern auf den Dächern, vielen verkehrsberuhigten Spielflächen, einem Pool in der Kita, Brücken, die zueinander führen, und fliegenden Autos. Roboter schützen in Häusern aus Holz und Glas vor Einbrechern. Solarenergie heißt die alleinige Energie der Zukunft. Autos im futuristischen Design werden elektronisch betrieben, die Schule der Zukunft läuft per Tablet als Home-Office.

Der Hexenturm bekommt einen „kleinen Bruder“, der Kindern als Museum zum Anfassen dient. Es gibt „mehr Mülleimer und Kehrmaschinen, ein Klo am Bahnhof und Panciera hat 24 Stunden auf“. Erwähnenswert ist auch der Wunsch: „Willkommen sein in dieser Stadt, egal, woher man kommt, welche Hautfarbe man hat“.

Dezernentin Katarina Esser, die mit Propst Josef Wolff und Gemeindereferentin Beate Ortwein die Ausstellung eröffnete, freute sich, „dass sich so viele junge Menschen Gedanken über ihre Zukunft in Jülich machen“. Gleichermaßen begeistert zeigte sie sich von der Tatsache, dass sich „bevorzugt die Themen Wohnen, Energie, Mobilität und das Stadtbild wiederfinden“.

Damit gehen Kinder und Jugendliche mit den am Bürgerdialog beteiligten mehr als 200 erwachsenen Bürgern konform. Wolff erweiterte im mit bunten Tüchern abgetrennten Eingangsbereich des Gotteshauses den themengebenden Gedankengang „Wohin gehen wir?“ um die religiös begründete Überlegung „Woher kommen wir?“

Ortwein betonte den besonderen Charme von „Zukunftsvisionen im ältesten Gebäudeteil der Stadt, futuristischen Modellen in einer romanischen Turmhalle“. Wegen der dringend notwendigen Turmsanierung sind freiwillige Spenden der Besucher natürlich auch gerne gesehen.

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