Jülich - Ausstellung über die Frauen des Herzogtums

Ausstellung über die Frauen des Herzogtums

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Sie hatten sich mit der Familie Herzog Wilhelm V. beschäftigt und eine sehenswerte Ausstellung zusammengetragen: von links Harald Koch, Horst Zimmermann, Wolfgang Gunia, Dr. Peter Nieveler und als Hausherr Uwe Willner. Foto: Krol

Jülich. Das Jubiläumsjahr zum 500. Geburtstag Herzog Wilhelm V.neigt sich seinem Ende zu. Zahlreiche Veranstaltungen rankten sich um dieses denkwürdige Jahr, und viel Wissenswertes über Jülichs wohl berühmtesten Sohn gab es in dieser Zeit zu erfahren.

Nicht abseits stehen wollte in diesem Veranstaltungsreigen der Bürgerbeirat Historische Festungsstadt Jülich. Er plante seinen Beitrag von langer Hand. Bereits im März 2014 hatte der Sprecher des Beirates, Wolfgang Gunia, Kontakt zur Sparkasse Düren aufgenommen, um zum Jubiläumsjahr eine Ausstellung in den Räumen des Beratungscenters Jülich-Schwanenteich zu installieren.

Der Bitte wurde entsprochen. Intensiv machten sich die Beiratsmitglieder, allen voran Wolfgang Gunia, Dr. Peter Nieveler, Harald Koch und Horst Zimmermann, daran, sich der Thematik von einer anderen Seite zu näheren.

Der Familie Herzog Wilhelms und vor allem den Frauen in seinem Umfeld widmeten sie ihre Aufmerksamkeit. Was sie in einer Ausstellung zusammentrugen, war nicht nur inhaltlich beachtlich, sondern auch von ihrer Präsentation.

„Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg und seine Familie in zeitgenössischen Bildern“ lautet der Titel dieser Ausstellung, die bis zum 9. Dezember im Beratungscenter zu den Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen ist. Auf 22 Tafeln wird nicht nur der Stammbaum des Fürsten und seine Verbindungen zum Hochadel erläutert, gezeigt werden auch Staatswappen, Territoriumsverteilung sowie zahlreiche Bilder zeitgenössischer Künstler von der Familie, angefangen bei den Eltern und Großeltern bis zu den Kindern Herzog Wilhelms.

Nachdem Sparkassendirektor Uwe Willner die zahlreichen Gäste, die zur Ausstellungseröffnung gekommen waren, begrüßt und seine Freude zum Ausdruck gebracht hatte über dieses gelungene Werk, ergriff Wolfgang Gunia das Wort. Er dankte zunächst seinen Mitstreitern, denn, so betonte er: „Wir haben versucht, die verwickelten Beziehungen anschaulich zu machen. Ein solches Werk ist nur in Teamarbeit möglich.“

Er erklärte allerdings auch, dass in der damaligen Zeit Heirat und Familie keine Privatsache war sondern eine Staatsangelegenheit. Es mussten viele Söhne geboren werden, die als Erben in Frage kamen und Töchter wurden verheiratete, um Bündnisse zu knüpfen. Als machtvolle Objekte der Macht, bezeichnete Dr. Peter Nieveler sie. Er hatte diese Damen des Hochadels zu seinem Thema gemacht und stellte sie im Einzelnen vor. „Sie wussten schon um ihren Wert, und ohne ihre Frauen wäre diese Dynastie nicht denkbar gewesen“, sagte er.

Nieveler begann er seine Ausführungen mit Maria von Jülich- Berg, der Mutter des Herzogs, die Johann von Kleve ehelichte, womit das Herzogtum Jülich-Kleve- Berg begründete wurde. Aus dieser Ehe gingen neben Herzog Wilhelm V. die Töchter Anna, sie heiratete den englischen König Heinrich VIII., Sibylle, die den Kurfürsten von Sachsen ehelichte, und Amalie hervor, die unverheiratet blieb.

Herzog Wilhelm heiratete Maria von Habsburg und stieg damit in höchste Kreise auf. Sie schenkte Eleonore, die nach Preußen verheiratet wurde, Anna (Pfalz Neuburg)und Magdalena, Pfalzgräfin von Zweibrücken, das Leben. Außerdem waren da noch der Erbprinz Karl Friedrich und Johann Wilhelm I., der nach dem Tod des Vaters das Herzogtum übernahm und sehr schnell das zugrunde richtete, was bereits sein Großvater aufgebaut hatte. Spannend erzählte Dr. Nieveler seine Geschichte und machte damit Lust auf die Lektüre der Broschüre, um noch tiefer in dieses Thema einzutauchen. Kr.

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