Ausstellung in der Academia Figura: Der Traum vom Fliegen

Von: Mira Otto
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Markus Figura führte zur Ausstellungseröffnung von „TRY 2 FLY“ durch den Abend. Unter anderem hielt er eine Rede über den Rückgang des Interesses an der Kunst. Foto: Mira Otto

Jülich. In der Academia Figura wurde eine Ausstellung der beiden Künstlerinnen Sunita Gupta-Leßmann und Pia von Ameln eröffnet. Darüber hinaus besprach der Leiter der Musikschule, Markus Figura, einige allgemeine künstlerische „Dringlichkeiten“ mit den geladenen Gästen.

Den Beginn der Veranstaltung gestaltete Tanja Wollert, eine Klavierdozentin bei „Academia Figura“, mit einer musikalischen Einleitung. Unter anderem spielte sie Franz Schuberts Impromptu Op. 90 No. 4, das vom Publikum mit Applaus und begeistertem Lob honoriert wurde.

„Für mich sind die beiden die renommiertesten Künstlerinnen in Jülich“, sagte Markus Figura zu Pia von Ameln und Sunita Gupta-Leßmann, die sich im Team „Fjell-Design“ nennen. Bis auf unbestimmte Zeit sind im Konzertraum der Academia Figura Werke der Serie „TRY 2 FLY“ zu sehen. Im Zentrum stehen hierbei der Traum vom Fliegen sowie der Mut zum Loslassen und die Leichtigkeit des Moments.

Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus Grafiken, die immer wieder durch einen gestalterischen Kniff das Thema des Fliegens neu spiegeln.

Besuchbar ist die Ausstellung immer werktags von acht bis 11 und von 14 bis 21 Uhr, also quasi immer, wenn die Dozenten der Schule im Hause sind. Dazu sagte Figura: „Mir sind Besucher willkommen. Wenn ich da bin, bin ich da.“

Den Großteil der Eröffnungsveranstaltung widmete der Leiter der Musikschule, Markus Figura, einem Herzensanliegen. „Das Interesse für Kunst und Kultur schwindet stetig. Dafür müssen wir Lösungen finden“, sagte er.

Finanzielle Rückendeckung

Als Hauptgründe für dieses „Verlorengehen“ nannte Figura unter anderem das Schwinden der Leidenschaft für die Kunst. Hervorgerufen auch durch technische Neuerungen wie das Smartphone. Mehr noch machte er die fehlende finanzielle Rückendeckung der Regierung, künstlerische Talente zu fördern, dafür verantwortlich. Auch ein akuter Lehrermangel in der von Aachen und Düsseldorf weit entfernten „Provinzstadt“ sei ein Problem, so Figura.

Fortführend sagte er: „Ich arbeite fast jeden Tag von acht bis 22 Uhr und komme gerade so über die Runden. Mein täglich Brot ist das Lächeln der Kinder und meine Liebe zur Musik.“

Als Lösungsweg gab er vor, dieses Interesse an der Kunst als Elternteil oder Lehrer der Jugend wieder vorzuleben. Denn: Es fehle an Vorbildern.

Auch auf anderem Weg wird der Beistand für die Kunst aktiv angepackt, denn in Jülich geht gerade der neue Förderverein „Rock am Turm“ an den Start. Während der Veranstaltung stellte Markus Figura den Verein vor, dessen Ziel es ist, die Kinder- und Jugendbands der Schule Academia Figura nachhaltig zu unterstützen. Beispielsweise bei der Organisation der Auftritte.

„Wir suchen momentan noch nach aktiven, engagierten Mitgliedern im Vorstand“, sagte Vorstandsmitglied des Fördervereins, Nicole Klappert. Denn der Verein hat noch ein kleines Problem: Zur offiziellen Gründung des Vereins braucht es sieben Vorstandsmitglieder. Am Veranstaltungsabend waren es allerdings nur fünf. Wer Interesse hat, Kinder und Jugendliche innerhalb der Musik zu fördern, kann sich mit Nicole Klappert unter Telefon 02461- 6213557 in Verbindung setzen.

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