Ausstellung bringt Kunst in die Kirche

Letzte Aktualisierung:
13211154.jpg
„Neue Wege gehen Kunst in der Kirche“ mit der Unterstützung ihres Ehemanns Kurt brachte Agnes Hasse Kunst in die Ederener Pfarrkirche. Foto: Kròl

Ederen. Begonnen hat sie ihre künstlerische Laufbahn 1985 mit Glasarbeiten. Damals waren Tiffanyarbeiten hoch im Kurs. Doch schon bald reichte dies Agnes Hasse nicht mehr. Sie stieg um auf Antikglas und arbeitete bald nach eigenen Entwürfen. Parallel betrieb sie Seidenmalerei, und es entstanden hochwertige Arbeiten, die sich über ihren Bekanntenkreis hinaus großer Beliebtheit erfreuten.

Im Jahre 2000 besuchte sie dann einen Glasmalworkshop mit dem renommierten Künstler Paul Weigmann im Deutschen Glasmalerei Museum und entschloss sich, bei ihm die Malerei von Grund auf zu erlernen. „Wer malen will, muss erst einmal zeichnen lernen“, war seine Devise, und so verbrachte Agnes Hasse die erste Zeit damit, mit Bleistift zu arbeiten. Diese ersten Bilder sind Teil der Ausstellung, die die Ederener Künstlerin in der St. Pankratius-Pfarrkirche Ederen zeigt.

Wer Agnes Hasse kennt, weiß, dass sie immer für eine Überraschung gut ist, und so manche Aktion im Rahmen des Linnicher Kultursommers geht auf sie zurück. Sie war es auch, die den Gedanken hatte, die Kirche einmal für andere Zwecke zu öffnen. „Eine offene Kirche war auch in unserem Sinn“, erklärte Franz Josef Syben, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender, der die zahlreichen Gäste zur Vernissage in dem Gotteshaus begrüßte. Er und seine Kollegen hatten dieser Idee sofort und spontan zugestimmt und waren mit dem, was die Malerin hier zeigte, voll und ganz zufrieden. Auch Karl Heinrich Herzogenrath, der im Namen des Linnicher Kultursommers die Gäste begrüßte, zeigte sich sehr erfreut. Er dankte der Künstlerin für ihr vielfältiges Engagement.

Einen kurzen Rückblick auf ihren künstlerischen Werdegang wagte Kurt Hasse und stellte die Arbeiten vor. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie alle abstrakt. Angelehnt an den Kubismus aber entstand ein Bild der Ederener Kirche, das einen Ehrenplatz innehatte. Durchweg leuchtende Farben verwendet die Künstlerin und setzt mit schwarzen Abgrenzungen teilweise noch Akzente.

Neueren Datums sind einige Arbeiten, die sie in einer Verlauftechnik in Pigmentfarben anfertigt, die sie bei dem Künstler Dieter Laue erlernte. „Gegenständliche Bilder braucht man nicht zu erklären, und abstrakte Bilder sollen die Betrachter für sich selbst interpretieren. Das Leben dieser Bilder ist ganz individuell. Wer nichts darin findet – das ist auch egal, denn auch der Künstler will nicht immer etwas damit sagen. Agnes hat Freude an der Malerei und der Farbe und freut sich, wenn etwas Schönes dabei entsteht“, schloss Kurt Hasse seine Ausführungen.

Musikalisch wurde die Vernissage vom offenen Chor Overbach unter Leitung von Kerry Jago gestaltet. Anschließend blieb bei einem Glas Wein genügend Zeit die Bilder zu betrachten, darüber zu sprechen und sich an ihnen zu erfreuen. Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober von 12 bis 17 Uhr geöffnet. kr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert