Ausschüsse gründen Schulzweckverband

Von: ahw
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Aldenhoven. Der erste Schultag ist zwar erst am 20. August, doch offiziell beginnt das Schuljahr 2014/15 bereits am 1. August. Es ist also höchste Zeit, vor dem Start der interkommunalen Gesamtschule Aldenhoven-Linnich noch einige Hausaufgaben zu erledigen.

Eine ist die Gründung des Schulzweckverbandes Aldenhoven-Linnich, dessen Satzung am Mittwoch auf einer gemeinsamen Sitzung der beiden Schulausschüsse zur Debatte stand. Der Zweckverband fungiert künftig als Träger der Gesamtschule. Die Satzung regelt die Aufgaben und das Zusammenspiel der beiden Kommunen. Geregelt wird in der Satzung auch, dass die Ganztagshauptschule und die Käthe-Kollwitz-Realschule Aldenhoven sowie die Gemeinschaftshauptschule und die Städtische Realschule Linnich ab dem Schuljahr 2014/15 „gleitend aufgelöst werden.“ Sie sollen aber bis zum Auslaufen der Jahrgangsstufe 10 als gemeindliche bzw. städtische Schule fortgeführt werden.

Übergangsregelung

Bei Organisation und Finanzierung des Schulbetriebs wird bis zum Schuljahr 2017/18, während der nur das Schulgebäude am Standort Aldenhoven von der Gesamtschule genutzt wird, eine Übergangsregelung getroffen. Die Stadt Linnich beteiligt sich entsprechend dem Anteil ihrer Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschülerzahl an den auf die Gesamtschule entfallenden Reinigungs-, und Verbrauchskosten für Strom, Heizung, Wasser und Abwasser sowie Steuern, Abgaben und Versicherungen für das Schulgebäude. Die Kosten für die auswärtigen Schülerinnen und Schüler werden je zur Hälfte von beiden Kommunen getragen.

Bei der Schülerbeförderung sind die beiden Verbandskommunen jeweils eigenständig dafür verantwortlich, dass die Beförderung mit möglichst kurzen Warte- und Fahrzeiten sichergestellt ist. Die Kosten der Beförderung trägt jede Kommune für die Schülerinnen und Schüler, die in ihrem Gebiet wohnen. Die Beförderungskosten für auswärtige Schülerinnen und Schüler werden von den beiden Verbandskommunen je zur Hälfte übernommen.

Bei der Diskussion über die Größe der Verbandsversammlung als höchstem Entscheidungsgremium wurde eine Aufstockung bei der Zahl der Mitglieder auf zwölf angeregt und beiden Räten zur Beschlussfassung empfohlen. Da der Verbandsversammlung bereits beide Bürgermeister angehören, wären die neuen Räte und ihre Gremien ansonsten eher mager vertreten.

Als nach einer guten Viertelstunde Sitzungsdauer die beiden stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Georg Krapp (Aldenhoven) und Achim Grün (Linnich) zur Abstimmung über die Satzung aufriefen, schnellten jeweils alle Arme zustimmend in die Höhe. „Bei uns haben alle Schulen einen Namen“, warf Kajetan Raab (SPD, Aldenhoven) einen weiteren Aspekt in die Debatte, den Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp aus leidvoller eigener Erfahrung mit folgendem Rat versah: „Überlassen Sie die Namensfindung am besten der Schulkonferenz.“

Wie am Rande der Sitzung zu erfahren war, arbeiten Petra Cousin und Jürgen Frenken von der kommissarischen Schulleitung aktuell am Personaltableau für den Start, das am 7. Juli feststehen soll. Die neue Gesamtschule verfügt über acht Lehrerstellen, von denen zwei ausgeschrieben sind. Dazu kommt noch eine Sonderpädagogenstelle, da die integrierte Gesamtschule auch Inklusionsschüler unterrichtet.

Neue Büros für die Schulleitung

Derzeit ist die Schulleitung zwar noch im Aldenhovener Rathaus untergebracht, doch im Gebäude der Käthe-Kollwitz-Realschule werden bereits entsprechende Büros hergerichtet, in die Cousin und Frenken noch vor den Sommerferien einziehen werden. Mit dem Sekretariat, das auch noch besetzt werden muss, befindet sich die Verwaltung, nur durch eine Glastür getrennt, im gleichen Flur wie die Kollegen von der Realschule. In unmittelbarer Nachbarschaft wird das Lehrerzimmer der Gesamtschule untergebracht, während die Räume der vier Eingangsklassen eine Etage höher zu finden sein werden.

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