Aus dem kleinen Opherten zwölf Monate in weite Welt

Von: ptj
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Nathalie Guillium aus Opherten: Aus dem kleinen Dorf hinaus in die weite Welt – eingehüllt in eine Flagge, die „Deutschland und Amerika verbindet“. Foto: Jagodzinska

Opherten. Mit dem „Abi“ in der Tasche hinaus in die weite Welt ist der Traum vieler junger Menschen. Die 18-jährige Nathalie Guillium aus dem kleinen Opherten startet ihren „American Dream“, der zur Persönlichkeits- und Berufsfindung dienen soll, am 17. August.

Mit dem Flugzeug geht es dann von Düsseldorf nach Frankfurt und von dort aus nach New York. In der Weltstadt soll eine „Training School“ Orientierung geben, bevor sie weiter zu ihrer Gastfamilie in Arlington (VA) reist. Das County des Bundesstaates Virginia liegt an der Landesgrenze am Potomac River, direkt gegenüber von Washington D.C. Nathalies Dasein als Au-Pair mit Kleinkindbetreuung startet am Freitag, 21. August.

„Den Wunsch habe ich schon seit drei bis vier Jahren. Da ich mich gerne mit Kindern beschäftige, ist das die perfekte Möglichkeit für mich, Amerika kennenzulernen“, verdeutlicht die Overbacher Abiturientin. Heimweh hofft sie, dank „Skype“ nicht zu bekommen. Nathalie verlässt für mindestens ein Jahr Eltern, Schwester und nicht zuletzt ihren 19-jährigen Freund Alex, der Maschinenbau studiert. Wie haben die Angehörigen reagiert?

„Am Anfang fand Alex das nicht so toll. Mittlerweile hat er schon geguckt, wie teuer die Flüge sind. Wir lassen das jetzt einfach auf uns zukommen“, zeigt sich die junge Frau entspannt. „Meine Mutter will mich natürlich nicht verlieren, aber sie unterstützt mich total dabei. Sie hat zusammen mit mir mit der Gastmutter geskypt und versprochen, dass sie mich auf jeden Fall mit meiner Schwester besuchen kommt“, freut sie sich.

Das angehende Au-Pair hat bereits zu anderen „Mädels“ Kontakt, die mit ihr zusammen die Training School absolvieren werden, mit zweien fliegt sie sogar zusammen. Mit einem Au-Pair, das nur 15 Minuten von ihr entfernt wohnt und nach Long Island reist, hat sie sich bereits getroffen. Neben Sport und Kellnern zählt das Treffen mit Freunden zu Nathalies Hobbys. Ihre Gastfamilie zu finden, hat „ziemlich lange gedauert“, obwohl sie schon seit Dezember im Au-Pair-Online Portal „Cultural Care“ freigeschaltet war. Es könnte daran liegen, dass sie gerade erst 18 geworden ist und die Gastfamilien 17-Jährige noch für zu unreif halten.

Die ehemalige Overbacherin wird zunächst zwölf Monate in Arlington leben. Laut Visum bleiben ihr noch 30 Tage zur Ausreise. Diese will sie zum Reisen nutzen, genauso wie ihre freien Wochenenden einmal im Monat. Wahrscheinlich soll es an die Westküste gehen. Nathalie könnte ihr Au-Pair-Leben im Anschluss auch auf weitere sechs, neun oder zwölf Monate verlängern. Diese Möglichkeit behält sie im Auge, weil die Zeit, im nächsten Sommer Studienplatz plus Wohnung zu finden, knapp würde.

Welche Studium strebt Nathalie an? Ins Auge gefasst hat sie das Grundschullehramt – noch mit großem Fragezeichen.

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