Jülich - Aufschub für Drogenberatung und Frauen helfen Frauen

Aufschub für Drogenberatung und Frauen helfen Frauen

Von: -vpu-
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Jülich. Die beiden von der Mittelstreichung und Schließung bedrohten sozialen Anlaufstellen in Jülich bekommen ein Jahr Aufschub: Sowohl die Drogenberatung als auch der Verein „Frauen helfen Frauen“ erhalten 2014 Geld von der Stadt, wenn es nicht gelingen sollte, „Drittmittel“ in entsprechender Höhe aufzutreiben.

Vorausgegangen war ein letzter Vorstoß von SPD-Fraktionschef Harald Garding unmittelbar vor der Etatverabschiedung, dem der Stadtrat einstimmig folgte.

Der Jülicher Propst Pfarrer Josef Wolff hatte kurzfristig über eine Mitnutzung seines „Dienstwagens“ gegen Spenden signalisieren können, dass das Geld für die Drogenberatung (24.500 Euro) gestiftet wird. Unter der Voraussetzung dieser Gegenfinanzierung hat die Stadtverwaltung den Zuschuss wieder in den Haushalt eingestellt. Nach 2014 und langfristig möchte die Stadt Jülich allerdings eine Finanzierung über den Kreis Düren erreichen – und zwar sowohl von Drogenberatung als auch von „Frauen helfen Frauen“.

Die Anlaufstelle für Mädchen und Frauen in Not, die gut 11.000 Euro Zuschuss benötigt, wird nun gleichbehandelt. Wenn entweder der Kreis oder andere Sponsoren einspringen, was möglich scheint, muss die Stadt diesen Haushaltsansatz nicht auszahlen. Der Jülicher Beitrag an der Finanzierung von „Frauen helfen Frauen“ steht somit unter einem „Sperrvermerk“. Dieses für Außenstehende komplizierte Vorgehen ist nötig, um der Einrichtung Planungssicherheit für 2014 zu geben. Einen Haken hat die Lösung noch: Sie wird erst rechtswirksam, wenn der Kreis Düren den Jülicher Doppelhaushalt 2013/14 genehmigt.

Sozialdemokrat Harald Garding hat wie auch Politiker anderer Couleur beim Kreis „vorgefühlt“ und ist eher skeptisch, ob dort die fehlenden Gelder zu holen sein werden. „Wir gefährden dann eine wichtige Einrichtung, die in Jülich seit 20 Jahren erfolgreich arbeitet“, erläuterte Garding, der im Haupt- und Finanzausschuss von den Grünen schon unterstützt wurde und keine Mehrheit fand. Die Lösung mit einem „Sperrvermerk“ stieß am Donnerstag im gesamten Stadtrat auf Zustimmung.

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