Aufregung um Baustelle und ein Minikreisel in Linnich

Von: Otto Jonel
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Ein überfahrbarer Minikreisel wird die heutige T-Kreuzung Rurstraße/Bendenweg ablösen. Foto: Jonel

Linnich. Und nun kommt er doch, der Kreisel mitten auf der Rurstraße an der Einmündung Bendenweg in Linnich. Dafür, dass es nur ein Minikreisel sein wird – Durchmesser gerade mal 13 Meter –, hat der „Kleine“ ziemliche Wirkung entfaltet.

Um Monate hat seine Planung das Projekt Sanierung und Umgestaltung der Rur-straße in Linnich belastet. Seit der jüngsten Sitzung des Linnicher Bau- und Liegenschaftsausschusses ist der kleine Kreisel einstimmig beschlossene Sache

„Wir diskutieren das schon ewig“, ordnete SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Friedrich Oetjen diese Facette des Integrierten Handlungskonzeptes eingangs der Abstimmung im Fachausschuss ein und schlug für die SPD den Bogen zurück zum Ausgangspunkt dieser Diskussion: „Wir bleiben bei unserem Vorschlag von damals: Einrichtung eines Minikreisels.“ Dieser vollends überfahrbare Minikreisel stellt die Alternative zu einer „Kreuzung mit einem möglichen Gegenverkehr“, die so genannte T-Einmündung, dar. Beide Varianten waren bereits im Juni in einer Anwohnerversammlung vorgestellt worden.

Peter Leufen, der die Zustimmung der CDU zum Kreisel signalisierte, reagierte auf einen Umstand mit besonderer Genugtuung. „Ich bin froh, dass der Kostenunterschied zwischen beiden Varianten so gering ist.“ Er sah seine laienhafte Ansicht bestätigt, dass der Kreisel nicht deutlich teurer sein könnte als die Kreuzungsalternative, wie ursprünglich mal vorgehalten worden war. Tatsächlich beträgt die Differenz gerade mal 1800 Euro (Kreisel = 36.300 Euro; Kreuzung = 34.500 Euro).

„Da muss dringend was geschehen“

Derzeit ist der Minikreisel allerdings nicht das Thema, das in Linnich am heißesten diskutiert wird. Diesen Rang nimmt eindeutig die Verkehrsführung im Zuge der Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes ein. Alex Wermeter (PKL) griff zu beißendem Sarkasmus: „Wer das geplant hat, muss vorher einen anderen Beruf gehabt haben.“ Seinen Appell teilten viele im Ausschuss: „Da muss dringend was geschehen.“

Ein Kritikpunkt: Bis Freitag gab es an keinem Stadteingang einen Hinweis auf die Umleitung – zumindest keinen lesbaren. Nicht-Linnicher suchten vergeblich nach einem Wegweiser zum Krankenhaus. Besonders ärgerlich und belastend für die Anwohner der Mäusgasse ist, dass viele die reine Wohnstraße als Abkürzung zwischen Brachelener Straße und Mahrstraße nutzen, weil der Umleitungshinweis auf die B 57 fehlt. „Das ist nicht unsere Planung“, räumte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker während der Sitzung ein.

Sie kündigte eine baldige Neujustierung der Verkehrsleitung gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt an. Die erfolgte am Freitag. Die Umleitungshinweise sind nun so platziert, dass der Verkehr aus der Innenstadt heraus auf die Bundesstraße 57 geleitet wird. „So wie das ursprünglich geplant war“, wie die Bürgermeisterin betonte. Wer sich daran orientiert, dürfte keinem zur Last fallen und sich selbst eine leidige Kurverei durch tempoentschärfte Straßen sparen.

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