Düren/Aldenhoven - Auf Einkaufstour mit gefälschter Kreditkarte

Auf Einkaufstour mit gefälschter Kreditkarte

Von: fjs
Letzte Aktualisierung:

Düren/Aldenhoven. In die zweite Runde geht ein Strafverfahren gegen einen 25-Jährigen aus Aldenhoven, dem Beihilfe zu einer Urkundenfälschung und zu einem Betrug ebenso vorgeworfen werden wie Betrug in einem Fall.

Da ein wichtiger Zeuge vor dem Amtsgericht Düren unentschuldigt nicht erschien, vertagte sich das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Hans Georg Wingen auf unbestimmte Zeit.

Diese Zeit solle der Angeklagte nutzen, um „über eine etwas lebensnahere Einlassung nachzudenken”, wie Richter Wingen und Staatsanwalt Jan Balthasar dem Angeklagten übereinstimmend mit auf den Weg gaben. Denn die Aussagen, die der 25-jährige Azubi in der polizeilichen Vernehmung und vor Gericht zu Protokoll gab, zeigten doch Abweichungen.

Die Anklage wirft dem 25-Jährigen vor, mit einem gesondert strafverfolgten Freund in einem Bekleidungsgeschäft in Düren Artikel im Wert von 621 Euro gekauft und mit einer gefälschten Kreditkarte bezahlt zu haben. Darüber hinaus wird dem 25-Jährigen vorgeworfen, im Internet eine Spielekonsole zum Preis von 190 Euro angeboten und verkauft zu haben, das Geld kassiert, aber die Konsole nicht geliefert zu haben.

Bei der Polizei hatte der Angeklagte eingeräumt, dass er „Bedenken hatte, dass mit der Karte etwas nicht stimmen könnte”. Vor Gericht war davon allerdings nicht mehr die Rede. „Ich hatte keine Bedenken. Der Kumpel ist zwar Schüler, aber ich weiß, dass die Eltern meines Freundes viel Geld haben.” Der Angeklagte selbst durfte sich bei dem Einkaufsbummel auf Kosten einer fremden Karte auch etwas aussuchen. „Hundert Euro waren das Limit.”

Als „abstrus” wertete Staatsanwalt Jan Balthasar die Aussagen des Angeklagten in Sachen Spielekonsole. Er habe mit Ebay Schriftverkehr geführt, „weil mein Konto gesperrt war”, sagte der 25-Jährige. Dass die 190 Euro auf seinem Konto landeten, will er nicht bemerkt haben, „weil mein Konto gepfändet war”. Dieses Geld wolle er zurückzahlen.

Der Zeuge, mit dem der 25-Jährige auf Einkaufstour war, erschien nicht. Ihn belegte das Gericht mit einem Ordnungsgeld von 100 Euro.
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