Alt-Lich Steinstraß - Auf drei Rädern in die Kurven

Auf drei Rädern in die Kurven

Von: Günther Kròl
Letzte Aktualisierung:
Das 43. Motocross-Rennen des M
Das 43. Motocross-Rennen des MSC Arnoldsweiler zur Deutschen Amateur Meisterschaft: Beim Länderkampf der Seitenwagen gab es Akrobatik auf drei Räder zu sehen. Foto: Kròl

Alt-Lich Steinstraß. Am Rande des Tagebaus Hambach drehte sich wieder einmal das Motocross-Karussell. Der MSC Arnoldsweiler hatte zur 43. Auflage seiner Rennsportveranstaltung eingeladen und an zwei Tagen wagten rund 300 Fahrer den wilden Ritt über die anspruchsvolle Strecke und kämpften um Siege, Pokale und Punkte.

Den vielen Zuschauern wurde einiges geboten. Besonders der Seitenwagenländerkampf, ein Vergleich zwischen Topfahrern aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland stand im Mittelpunkt des Interesses.

Spektakuläre Sprünge, spannende Zweikämpfe und das abgestimmte Zusammenspiel zwischen Beifahrer, Fahrer und Maschine beeindruckten immer wieder aufs Neue. Für die Zuschauer an der gut einsehbaren Strecke war es ein atemberaubendes Spektakel. Am Ende setzten sich in vielen Klassen die Favoriten durch.

Souveräne Leistung

Bei den Seitenwagen war das belgische Gespann mit Andreas Clohse/Marco Godau an diesem Tag nicht zu schlagen und holte in den beiden Wertungsläufen volle Punktzahl. Die Führenden in der IMBA-Europameisterschaft zeigten eine souveräne Leistung und verwiesen ihre Landsmänner Luc De Scheemaeker und Dagwin Sabbe auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz erkämpften sich die Deutschen Markus Reipen und Oliver Raskin vom MSC Wisskirchen, die alles aus ihrem knapp 60 PS starken Motorrad herausholten. So landete Belgien auf Platz eins im Länderkampf vor den Niederlanden und Deutschland.

Die Ideallinie

Aber auch in den vielen Soloklassen ging es heiß her. Auf der Suche nach der Ideallinie über die anspruchsvolle 1400 Meter lange Rennstrecke mit dem tiefen Sand- und Kiesbodengemisch zeigten die Akteure teils akrobatische Anlagen. Es gehört auch eine gehörige Portion Mut und Kraft dazu, mit maximalem Tempo über die Strecke zu jagen und die gewaltigen Sprunghügel zu meistern.

Einer, der dies beherrscht, ist der vierfache Europameister Frank Jansen-Teitz. Der derzeit Führende in der Deutschen Amateurmeisterschaft und Europameisterschaft ließ auch an diesem Renntag seine starke Konkurrenz hinter sich. „Für mich ist das Rennen in Arnoldsweiler immer etwas besonders, auch weil es direkt vor meiner Haustür stattfindet und hier meine Familie und Freunde dabei sein können”, betonte er. Auch bei diesem Rennen blieb er seinem Leitsatz treu. „Ich bin und bleibe ein Arbeitstier und versuche meine Stärken so aufzubauen, das ich sehr schwer zu knacken bin.”

Der erste Vorsitzende des MSC, Helmut Memmersheim, hatte mit seinen unermüdlichen Helfern die Strecke wieder bestens präpariert. Ihn hat es ganz besonders gefreut, dass mit Kevin Fassbender ein Nachwuchsfahrer aus den Reihen des MSC Arnoldsweiler auf dem Siegertreppchen stand. In der Klasse der MX2 Junioren war Kevin Fassbender nicht zu schlagen. Er gewann beide Wertungsläufe auf seiner Heimstrecke.

In der Twinshock-Klasse, in der Motorräder bis Baujahr 1983 eingesetzt werden dürfen, setzte sich Altmeister Herbert Schmitz auf seiner Werks-Maico von 1981 unangefochten in beiden Wertungsläufen durch. Mit fast 65 Jahren ist der ehemalige Deutsche Moto-Cross-Meister immer noch eine Klasse für sich.

Das Verfolgerfeld fest im Griff hat auch Sandro Lorsbach, der in der Klasse 85 ccm Jugend Senioren überragte. Letztlich stellte der MSC Arnoldsweiler ein Rennen auf die Beine, das auch auf Seiten des Internationalen Motorsport Bund für Amateure (IMBA) Anerkennung fand.
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