Auf der Suche nach Judo-Talenten

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
judobezirk-bu
Beim Bezirkseinzelturnier Jülicher Judo Club setzte sich Tobias Draheim vom Jülicher Judoclub (r.) im Kampf gegen Thilo Krause in Szene. Foto: Krol

Jülich. Vom Rande der Matte warf Grazyina Schweinoch ein Auge auf das Kampfgeschehen „Wir wollen den Kindern eine Chance geben, sich für einen Kader oder für Turniere wie den NRW Pokal zu qualifizieren”, sagte die U14-Mädchen-Bezirkstrainerin beim Bezirkssichtungsturnier der weiblichen und männlichen Jugend U13.

„Hier können junge Judokas, die über Kampfeswillen verfügen jedoch nicht über die nötige Technik, ihre Technik auf Lehrgängen verfeinern.” Rund 110 Judoka der Jahrgänge älter als U11 und jünger als U14 aus dem Bezirk Köln gaben in der Sporthalle an der Linnicher Straße ihr Bestes.

Dabei kann es schon mal passieren, dass die kleineren Athleten sich gegen die Größeren durchsetzen. Denn beim Judo entscheiden nicht Kraft und Stärke, sondern Körperbeherrschung, Geschicklichkeit und Selbstvertrauen. Nicht umsonst heißt das Motto der japanischen Kampfsportart, „Siegen durch Nachgeben”.

„Mein Ziel ist es, den Kinder den Spaß am Sport zu vermitteln. Dabei müssen sie nicht unbedingt die Allerbesten sein, wichtiger ist es, dass sie aus Interesse und Freude zum Training kommen und nicht weil Mama und Papa es wollen”, sagte Schweinoch.

„Judo ist viel mehr als nur Kampfsport. Er ist ein nicht immer sanfter Weg zur Fitness und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Die jungen Sportler lernen respektvoll und fair nicht nur auf der Matte mit einander umzugehen”, erklärt Leander Fürst, der 1. Vorsitzende des Jülicher Judoclubs, der kurzfristig als Ausrichter für den Bonn Beuler Judoclub einsprang.

Der Jülicher Judo Club betreut rund 200 Kinder und Jugendliche aller Altersklassen. „Viele junge Judoka kommen einfach nur, um Sport zu machen und für uns ist es dabei wichtig, dass die Kinder Judo âspielendÔ lernen. Wir sind besonders stolz, dass wir einen breiten Stock der Altersklassen U14 und U17 haben. Gerade in diesem Alter hören viele junge Sportler auf zu trainieren”, sagte Fürst.

Ein Wermutstropfen

Ein Wermutstropfen war die Beteiligung, von der sich die Verantwortlichen mehr erhofft hatten. Es sei schade wenn der Verein sich viel Mühe mache und am Ende drauflegen müsse. Schweinoch war am Ende nicht nur mit den gezeigten Leistungen zufrieden, sondern hob auch die ausgezeichnete Organisation des Jülicher Clubs hervor.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert