Auf der Suche nach einer kulturellen Identität

Von: Kr.
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Eine stattliche Anzahl von Kunst- und Kulturinteressierten fanden sich zum ersten Gedankenaustausch auf Einladung der LAG Rheinisches Revier im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich ein. Foto: Kròl

Linnich. „LEADER“ kennt mittlerweile nahezu jeder. Dieses Projekt steht für die Förderung der ländlichen Region in vielen Bereichen. Das Wesentliche: LEADER wird nicht von oben herab bestimmt, es wird von den Bürgern und Bürgerinnen der jeweiligen Region getragen.

Unter dem Begriff „Rheinisches Revier an Inde und Rur“ hat sich auch im Jülicher Land eine lokale Arbeitsgruppe gebildet, in der sich die Kommunen Aldenhoven, Eschweiler, Inden, Jülich, Langerwehe, Linnich, Merzenich, Niederzier und Titz zusammengeschlossen haben. Mittlerweile gibt es auch ein Büro im Technologiezentrum Jülich, wo Lucia Blender und Marco Johnen als Regionalmanager den Bürgern und Bürgerinnen beratend zur Seite stehen.

Auf drei Handlungsfelder hat man sich in dem Arbeitskreis geeinigt. Energie und regionaler Zusammenhalt bieten ebenso viel Spielraum aktiv zu werden, wie das dritte Handlungsfeld Natur und Kulturlandschaft. Neben der Erhaltung, Regenerierung und Sicherung von natürlichen Lebensgrundlagen, passt in dieses Feld auch die Pflege und Förderung von Kunst- und Kultur. Sich hier vernetzen, neue Wege beschreiten und Dinge ins Rollen bringen sind die Ziele, die angestrebt werden.

So hatten die beiden Regionalmanager all jene Menschen eingeladen, die sich im Bereich Kunst und Kultur engagieren. Und zahlreiche Interessierte waren der Einladung ins Deutsche Glasmalerei Museum nach Linnich gefolgt. Vertreter der Kunst- und Museumsvereine waren da, zahlreiche freischaffende Künstler und Künstlerinnen, Linnich war mit dem Stadtmarketingverein „Wir in Linnich“ stark vertreten, die Leiterin der Jülicher Stadtbücherei war gekommen und viele andere, die sich im Bereich Kunst und Kultur engagieren.

Es war ein beachtlicher Querschnitt durch die Kulturlandschaft, allerdings vergessen hatte man wohl all jene, die sich musikalisch oder literarisch einbringen. Marco Johnen sah dies auch ein und hoffte darauf, dass die Anwesenden als Multiplikatoren wirkten und sich noch mehr Kunstschaffende auch aus anderen Bereichen beteiligen.

Förderung

Über dieses erste Kennenlernen und Ideensammeln hinaus sollten im weiteren Verlauf Arbeitskreise gebildet werden, um auch in kultureller Hinsicht die Region voranzubringen. Johnen legte die Förderungen dar, die durch LEADER zu erwarten sind, und die einzelnen Schritte, die dazu nötig sind. Sein Büro sei jederzeit bereit, Kommunen, Vereinen oder auch Privatpersonen mit neuen, guten Ideen sowohl bei der Erstellung der Projektskizzen oder der Förderanträge sowie bei anderen Dingen zur Seite zu stehen. „Rufen Sie uns lieber einmal zu viel an. Es wäre doch schade, wenn Sie eine gute Idee haben und sie verloren ginge“, forderte er die Anwesenden auf.

Als dringend notwendig sahen die Kunstschaffenden eine Vernetzung untereinander an, damit ein besserer Austausch stattfinden könne. Dies traf auch auf die Öffentlichkeitsarbeit zu. Gut vertreten fanden sie sich alle in der lokalen Presse, bestätigten aber allesamt, dass es sehr schwer sei, Veranstaltungen über die Region hinaus publik zu machen.

Als einen guten Ansatz bewerteten die meisten das Projekt, doch wünschten sie sich schon eine Herabsetzung der bürokratischen Hürden. Es kamen auch schon die ersten Ideen auf zur Belebung der Kulturlandschaft. So regten einige an, das Projekt „Kunstfelder“, das es vor etlichen Jahren schon einmal gegeben hatte, wiederzubeleben oder die Kunstroute entlang der Rur.

Es wurde von einem Märchenmuseum geträumt, und so manch einer bewegte schon für sich Pläne in seinem Kopf. Man bleibe per E-Mail in Kontakt versprach Johnen abschließend und war sich sicher, an diesem Abend einen Prozess eingeleitet zu haben. Nach den Sommerferien werde man sich wieder zusammensetzten, um danach in kleineren Gruppen zu arbeiten.

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