Auf den Spuren der Siersdorfer Vergangenheit

Von: Adi Zantis
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Unter dem Lettnerbogen in der Siersdorfer Ordenskirche: Der Eschweiler Geschichtsverein vor dem prunkvollen Schnitzer-Altar. Links: Franz-Horst Besse vom Führungsstab des Fördervereins. Foto: Zantis

Siersdorf. Das war für den Siersdorfer Franz-Horst Besse – Vorstandsmitglied des Fördervereins Kommende – eine besondere Freude, als er aus seiner ehemaligen Heimatstadt Eschweiler den Geschichtsverein zu einer Führung im Bereich der Siersdorfer Ordenskirche und Kommende begrüßen konnte.

Als bedeutender Kulturträger mit rund 1100 Mitgliedern ist der Verein sowohl in der Indestadt wie auch in der Städteregion Aachen eine Institution, die im heutigen belgisch-deutsch-niederländischen Grenzland außergewöhnlich ist. Mit Gaby Müller als Initiatorin für den Besuch in Siersdorf und dem Vorsitzenden Kurth Manthy konnte die große Besichtigungsgruppe zunächst in der Ordenskirche St. Johannes Baptist die bedeutsamen Kunstwerke bewundern.

Als Prunkstücke des 15. bis 16. Jahrhundert, die nach Franz-Horst Besse in der heutigen Ausstattung der Kirche unverändert sind, gelten vor allem der außergewöhnliche Schnitzer-Altar aus der Antwerpener Schule mit den Szenen aus dem Leben Christi, der Lettnerbogen und die Holzfiguren aus den Werkstätten des „Meisters von Elsloo“.

Im geschlossenen Areal der Ordensniederlassung konnten die Besucher auch den Zusammenhang von Kirche, Wirtschaftshof und dem sogenannten Kommende-Gebäude als Ordensburg kennenlernen. Beim Rundgang in diesem monumentalen Komplex, in dem zurzeit umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung vorgenommen werden, waren es vor allem die saalartigen Räume im Erd- und Obergeschoss, die Dachterrasse und die weitläufigen Kellerräume, die das ganze Ausmaß der Anlage verdeutlichten.

800. Jahrestag der Schenkung

Erstes Ziel der laufenden Restaurierungsarbeiten, so erfuhren die Besucher, ist der Erhalt der historischen Anlage für die Nachwelt.

2019 jährt sich die Schenkung der „Kirche zu Siersdorf mit allem Zubehör“ durch den Jülicher Grafen Wilhelm III. zum 800 Mal. Bis dahin – so ist es der Wunsch – sollten die gut erhaltenen Kellerräume, in denen u. a. eine historische Küche freigelegt wurde, so hergerichtet sein, um ein Dokumentations-Zentrum zur Geschichte des Deutschen Ordens einzurichten.

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