Auf dem Motorrad durchs winterliche Norwegen

Von: hfs.
Letzte Aktualisierung:

Hasselsweiler. Ungefähr 340.000 Kilometer hat er bisher auf dem Motorradsattel gesessen. Seit seinem 15. Lebensjahr, als er mit dem Moped durch Hasselsweiler kurvte. Jetzt ist Volker Varol 41 Jahre alt und gerät ins Schwärmen, wenn er von seiner jüngsten „Moped-Fahrt” durch Norwegen berichtet. Warum fährt man mit einem Motorradgespann zwei Wochen lang im tiefsten Winter durch Norwegen? „Das haben uns die Norweger auch gefragt”, lacht Varol.

Da saß er mit sieben weiteren Gespannwagen-Fahrer am Grill. Bei minus 25 Grad vor einer Blockhütte in Vasset Dansen, irgendwo auf der Strecke zwischen Oslo und Lillehammer. Varols Antwort auf die Frage kam prompt: „Ich liebe die Gegend, genieße bei einer solchen Fahrt die vielfältigen Eindrücke, die Naturschauspiele.”

Ob der Norweger mit dieser Antwort zufrieden war, darüber hat der Familienvater aus Hasselsweiler nicht nachgedacht. Bei gegrilltem Elchfleisch ließ er es sich mit seinen Gleichgesinnten aus der Eifel gutgehen. Vor Jahren lernte die beiden sich kennen. „Natürlich bei einem Wintertreffen auf dem Nürburgring”, erzählt der Weltenbummler auf dem Motorrad.

Als solchen kann man ihn ohne Zweifel beschreiben. In Europa hat er alles kennen gelernt, fuhr durch Marokko bis an die syrische Grenze und mit dem Vater vor fünf Jahren im Beiwagen zum Nordkap. „Ich mag einfach die trockene Kälte”, sagt der Vater einer achtjährigen Tochter und eines fünfjährigen Sohnes. Die saßen ebenfalls schon im Beiwagen und reisten durch Norwegen. „Im Sommer”, betont Varol ausdrücklich und erwähnt auch, dass „meine Frau Petra ebenfalls eine leidenschaftliche Motorradfahrerin ist”.

Sieben „Mopeds” im Haus

Die ganze Familie ist von diesem Hobby infiziert, so ist es denn kein Wunder, dass sieben angemeldete „Mopeds” im Haus verteilt stehen. Von der 1100 Kubikzentimeter schweren BMW mit Beiwagen - mit der ging es nun durch Norwegen - bis hin zu einer Kawasaki, einer Honda oder einer Harley lässt dieser Fuhrpark das Herz eines jeden Motorradfahrers höher schlagen.

Dass man für Winterfahrten die richtige Ausrüstung haben muss, ist für Volker Varol Pflicht. „Vernünftige und gute Klamotten sind Voraussetzung.” Da dürfen auch die Stiefel mit Heizpads nicht fehlen, ebenso nicht die Vollverkleidung am Motorrad und große Stulpen am Lenker. „Da brauche ich nur noch leichte Skihandschuhe über zu streifen. Kalte Finger sind dann ausgeschlossen.”

Die Tour durch Norwegen wurde sorgfältig vorgeplant, sechs Hütten ausfindig gemacht, die nach Tagestouren zwischen 180 und 340 Kilometer erreicht wurden. „Es war Selbstverpflegung angesagt. Wir hatten alles mit an Bord”, boten die insgesamt acht Gespanne reichlich Stauraum. Dass man die eine oder der andere Spirituose ebenso mit sich führte, können sich Fans skandinavischer Länder denken. „Ab und an ist ein guter Whisky als Tauschobjekt nicht schlecht”, lacht Varol.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert