Auch Linnicher Rat kämpft für Kohle-Arbeitsplätze

Von: ojo
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Linnich. Das Eckpunktepapier „Strommarkt“ des Bundeswirtschaftsministeriums erschüttert die gesamte Region. Auch im Linnicher Stadtrat lag die Resolution des Aufsichtsrates der Indeland Entwicklungsgesellschaft gegen diese Gedankenspiel zur Abstimmung vor.

Und wie in anderen Kommunen blieben die Grünen auf dem ökologischen Kurs, die CO2-Belastung zu verringern. Cato Hilfert warnte davor, die Resolution zu unterstützen, weil die Argumentation gegen das Eckpunktepapier nicht nachvollziehbar sei. Es mute zudem seltsam an, dass ausgerechnet die Indeland Entwicklungsgesellschaft, die doch den Strukturwandel in der Region befördern solle, sich zum Fürsprecher des Verursacher-Konzerns aufschwinge. „Wir sollten die Auseinandersetzung um das Eckpunktepapier auf Bundesebene führen lassen und heute nicht zustimmen“, meinte Hilfert.

Hans-Friedrich Oetjen (SPD) teilte diese Ansicht in einem wesentlichen Punkt nicht. Er sei zwar „für den Ausstieg aus der Braunkohle. Es aber es jetzt zu tun, wäre der Todesstoß für die Wirtschaft und die Neugestaltung der Tage Garzweiler II und gegebenenfalls Hambach.“ Wie Bürgermeister Wolfgang Witkopp erläuterte, seien mit der Umsetzung des „Eckpunktepapiers Strommarkt“ kurzfristig Kraftwerke und gegebenenfalls Tagebaue vom Ausstieg aus der Energieerzeugung auf Braunkohlenbasis bedroht. Damit einher gehe der Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen. Dies käme einer sozialen Katastrophe gleich, die auch nicht unmittelbare Anrainer wie Linnich träfe. „Alle politisch Tätigen sind aufgefordert, für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen“, appellierte der Bürgermeister. Dem folgte die Mehrheit des Linnicher Stadtrates gegen die drei Stimmen der Bündnisgrünen bei einer Enthaltung.

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