Auch das Gymnasium Haus Overbach wird zur „Bewegten Schule“

Von: Kr.
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Als Pilotprojekt weitete der Kreissportbund Düren seine Aktion „Bewegte Schule“ auf das Gymnasium Haus Overbach aus und wird dabei neben den Lehrern von zahlreichen Mitstreitern unterstützt. Foto: Kròl

Barmen. Es ist eine Tatsache, dass unsere Kinder sich zu wenig bewegen. Damit gehen ihnen gleichzeitig viele motorische Fähigkeiten verloren. Früh muss daher angefangen werden, Kinder für Sport und für Bewegung zu begeistern.

So wurden bisher bereits Bewegungskindergärten zertifiziert, die vom Kreissportbund und Sportvereinen gefördert und unterstützt werden. Weiter geht es in den Grundschulen, die Kooperationen mit Vereinen eingehen und die vom Kreissportbund im Rahmen der NRW-Aktion „Bewegte Schulen“ Testierungen für die Schülerinnen und Schüler anbieten.

In den Bereichen, Schnelligkeit, Koordination, Konzentration, Ausdauer, Beweglichkeit Schuss-und Wurfgenauigkeit werden die Kinder beurteilt. Dazu gilt es, Fragen zu beantworten – beispielsweise, ob sie einem Verein angehören und regelmäßig Sport treiben. Abschließend erhalten die Eltern eine individuelle Bewertung ihrer Kinder vom KSB-Team sowie ein Empfehlungsschreiben, in dem die Stärken und Schwächen der Kinder erfasst und Empfehlungen für geeignete Sportarten enthalten sind. Sollten die Leistungen eines Kindes weit unter dem Durchschnitt liegen, werden sogar Förderungen durch entsprechende Therapeuten empfohlen.

Nun ist beim Dürener Kreissportbund ein weiterer Baustein hinzugekommen, denn das Programm sollte aus Gründen der Nachhaltigkeit über die Grundschulen hinausgehen. Das Gymnasium Haus Overbach, dessen Schwerpunkte bisher bei „MINT“ und im musischen Bereich lagen, hat eine weitere Säule im Schulprogramm hinzugenommen. „Sport“, so sagt Schulleiter Thorsten Vogelsang, „ist unsere Antwort auf den kompakten Schulalltag, den das G8 mit sich bringt. Auch die Schule muss auf den Wandel in der Gesellschaft eingehen.“ So existiert bereits eine Kooperation mit dem SV Viktoria Kolar und das Gymnasium ist Kooperationsschule des Fußballverbandes Mittelrhein.

Als Pilotprojekt startet der KSB nun an der ersten weiterführenden Schule im Kreis und darüber hinaus das Testieren der Schüler. Mit der fünften Jahrgangsstufe wurde im Februar begonnen. Drei Tage lang besuchte das Team des Kreissportbundes das Gymnasium und testete insgesamt 109 Pennäler. Durchweg ansehnliche Ergebnisse kamen dabei zustande. Kein einziges Kind blieb weit unter dem Durchschnitt und benötigt eine besondere Förderung. Etliche schnitten sehr gut ab und die meisten waren im Durchschnitt angesiedelt. Die Ergebnisse der Untersuchungen gingen bereits mit Empfehlungen zu bestimmten Sportarten und einem Katalog der Vereine an die Eltern. Auch die Sportlehrer wurden unter Berücksichtigung des Datenschutzes über allgemeine Ergebnisse informiert, mit denen sie in Zukunft arbeiten können.

Um die Nachhaltigkeit des Pilotprojektes zu sichern, sollen im September und den Folgendejahren auch die Jahrgangsstufen 7 testiert werden. 2018 könnten erste Rückschlüsse gezogen werden, denn dann stehen die jetzigen Fünfer in der Sieben auf dem Prüfstand. Als weitere Ausweitungsstufe ist die Jahrgangsstufe 10 geplant.

Doch noch ein weiteres Ziel verfolgt der Kreissportbund mit dem Projekt. So sollen Schüler gewonnen werden, sich als Gruppenhelfer ausbilden zu lassen. In Klasse 10 könnten sie ihren Übungsleiterschein ablegen, erklärte Veronika Schoenen, beim KSB als Fachkraft fürs Projekt „NRW bewegt seine Kinder“ beschäftigt. Sie ist mit Geschäftsführer Wolfgang Schmitz nach Barmen gekommen, um Schulleitung und Fachlehrer über den Stand der Dinge zu informieren.

Mit im Boot waren auch Armin Viehöver von der Barmer GEK und Jens Bröker, Geschäftsführer der Indeland GmbH. Beide Institutionen unterstützen dieses Projekt und zeigten sich sehr angetan von den Ergebnissen. „Wenn es darauf ankommt, reden wir miteinander und tun auch etwas. Die Basis unserer Zukunft ist die Jugendförderung“, sagte Jens Bröker.

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