Atommüll-Zwischenlager: Vorwürfe gegen Forschungszentrum Jülich

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Jülich. Nach den jüngsten Veröffentlichen erheben Antiatomkraftinitiativen aus dem Münsterland und das Bündnis Stop Westcastor Vorwürfe gegen das Forschungszentrum Jülich und die Bundesregierung. Nach einem Bericht des „Spiegel“ soll ein Transport der Jülicher Castoren in die USA etwa 450 Millionen Euro kosten, was bislang unbestätigt blieb, aber von den Initiativen für bare Münze genommen wird.

„Das jetzige Zwischenlager hat seit Juni keine Genehmigung mehr, und die atomrechtliche Anordnung und Duldung zur Lagerung der Castoren in Jülich durch die Atomaufsicht läuft Ende 2013 aus“, so die Initiativen. Offiziell werde mit „höchster Intensität“ daran gearbeitet, die Erlaubnis um weitere drei Jahre zu verlängern. „In Wirklichkeit wird immer klarer: Hier wurde und wird getrickst und bewusst verschleppt“, so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland.

Das Forschungszentrum wolle aus Imagegründen den Atommüll schnellstens loswerden. Um sich Luft zu verschaffen, sei die „USA-Karte“ gezückt worden. Doch auch für den Überseetransport stünden mehr Fragen als Antworten im Raum. „Wir durchschauen die Verschleppungstaktik des FZJ. Wir fordern in dieser Situation die Bundesregierung und die Verantwortlichen des FZJ auf, die Pläne für den Neubau eines Zwischenlager in Jülich ab sofort massiv zu forcieren, es ist offensichtlich von allen schlechten Lösungen die zur Zeit sicherste und die kostengünstigste Variante“, so Siegfried Faust (Jülich) vom Bündnis „Stopp Westcastor“. Denn dessen Bau koste 40 Millionen Euro plus 180 Millionen Euro an Betriebskosten für 30 Jahre.

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