Jülich - Asyl: Betreuung ist besser als die Unterkünfte

Asyl: Betreuung ist besser als die Unterkünfte

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Jülich. Aufgeschreckt durch Berichte über Zwischenfälle in einigen Flüchtlingsunterkünften von NRW besuchten die Jülicher Grünen gemeinsam mit der Integrationsratsvorsitzenden Anne-Marie Höthker und der Amtsleiterin Doris Vogel die Flüchtlingsunterkunft in Güsten, um sich vor Ort ein Bild von der Unterbringung in Jülich zu machen und mit einigen der Flüchtlingen zu reden.

Die Situation in den Unterkünften in Güsten ist sowohl aus Sicht der Bewohner als auch der Politikerinnen nicht wirklich gut, heißt es seitens der Grünen. Die Flüchtlinge sind hier in etwa 30 Jahre alten Wohncontainern untergebracht. Darüber, dass diese Wohnsituation nicht mehr den heutigen Anforderungen an vernünftige Unterbringung gerecht wird, waren sich die Bewohner, die Besucherinnen und die Vertreterin der Stadt einig.

Dagegen bestätigten aber die Bewohner der Anlage, dass sie mit der Fürsorge des zuständigen Jülicher Sozialamtes zufrieden sind.

Schwerwiegende Konflikte untereinander – immerhin hat auch Jülich Flüchtlinge verschiedenster Religionen und Nationalitäten aufgenommen – kommen nicht vor.

Dass alle Beteiligten trotz der derzeit schwierigen Unterbringungssituation daraus das Beste gemacht haben bzw. machen liegt nach Einschätzung der Grünen vor allem an dem großen Engagement der städtischen Mitarbeiterinnen.

Die Unterkunft in Güsten kann aber keineswegs eine Dauerlösung sein, sondern es müssen kurzfristig neue Unterkünfte gebaut werden.

Besonders schwierig gestalte sich zu dem die Unterbringung von Neuankömmlingen. Bei einer Vorlaufzeit von teilweise weniger als drei Tagen stelle eine Unterbringung unter Berücksichtigung der angespannten Wohnungsmarktlage in Jülich die Verwaltung vor eine schwierige Aufgabe.

Doris Vogel: „Wir suchen weiterhin Wohnungen zur Unterbringung von Familien.“ Wer also Unterkünfte in Jülich anbieten kann, sollte sich an das Jülicher Sozialamt wenden.

Die Jülicher Grünen betrachten die Unterbringung der Flüchtlinge im Außenbereich der Ortsteile, wie in Güsten oder auch in Selgersdorf, generell als eher kontraproduktiv. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Bewohnerinnen sind durch die eher mangelhafte Anbindung an den ÖPNV als auch an das örtliche Leben als schwierig einzuschätzen.

Da zu erwarten sei, dass angesichts der in erschreckendem Tempo eskalierenden Zunahme von Bürgerkriegen, Religionskonflikten und Menschenrechtsverletzungen in vielen Teilen der Welt die Deutschland und letztlich auch Jülich künftig noch intensiver mit der Flüchtlingsthematik konfrontiert werde, sei dringend erforderlich, nach vernünftigen und zu dem nachhaltigen Lösungen zu suchen.

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