Asceri-Sportspiele: Der Vater der Atomiade im Kamerafokus

Von: hfs.
Letzte Aktualisierung:
10440726.jpg
Heinz Rhein aus Stetternich wird bei der Europäischen Sportgemeinschaft Asceri als „Vater der Atomiaden“ angesehen. Jetzt wurde ihm die besondere Ehre zuteil, im belgischen Geel die 15. Großveranstaltung in Europa mit 1200 Sportlern zu eröffnen, erstmals begleitet von einem englischen Fernsehteam. Foto: hfs

Stetternich. Seit exakt 37 Jahren besteht die Asceri, die Vereinigung der Sportgemeinschaften Europäischer Forschungseinrichtungen. Aus 16 Ländern haben sich über 40 Forschungsinstitute zusammengefunden, die neben den regelmäßig stattfindenden sportlichen Begegnungen ein Ziel haben: „Wir möchten zur Einigung Europas beitragen“, sagt der Stetternicher Heinz Rhein.

Dem 83-Jährigen, der insgesamt 25 Jahre lang als Präsident der Asceri-Vereinigung vorstand, wurde nun eine besondere Ehrung zuteil. Im belgischen Geel eröffnete er vor mehr als 1200 Sportlern aus den 16 europäischen Mitgliedsländern die 15. Sommer-Atomiade.

Wenn nicht er, wer dann? Dies fragte sich der amtierende Asceri-Präsident Henry Koekenberg. als es darum ging, einen Mann der ersten Stunde anlässlich der Eröffnung in Geel zu Wort kommen zu lassen. Der Belgier, der 2013 in Wien als Nachfolger von Rhein gewählt worden war, meinte schon damals, „dass er in große Fußstapfen treten“ würde. Doch, und dies wurde nun in Geel deutlich, diese Fußstapfen bewältigt er mit Bravour. „Bei dieser Atomiade war extrem vieles anders“, sagt Rhein rückblickend auf das viertägige Großereignis, das deutlich, und dies betont der Stetternicher, die Handschrift von Koekenberg trug.

„Er schaffte es, mit nur einem dreiköpfigen Organisationsteam, die Atomiade auf die Beine zu stellen.“ Dass der Belgier ein Heimspiel hatte – seit fast 25 Jahren arbeitet er als Leiter des Designbüros bei der Geeler Forschungsstelle der Europäischen Kommission – machte vieles der umfangreichen Arbeiten leichter, wovon auch die Sportler profitierten.

„Es war ein unvergessliches Erlebnis der kurzen Wege, denn die Atomiade fand im so genannten Sunpark statt, alle 19 Sportarten sozusagen unter einem Dach“, gratulierte der „Altpräsident“ seinem Nachfolger, der ihn persönlich darum bat, die Atomiade zu eröffnen. „Gewinnen wollen, aber verlieren können“, sagte Rhein in seiner Begrüßung, in der er betonte, dass die Asceri-Veranstaltungen ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung und zum Frieden seien.

Einen Dank richtete er an die Sportler, die ihre jeweiligen Institute durch ihre Teilnahme nicht nur repräsentierten. „Ein ganz besonderer Dank gilt Ihren, unseren Arbeitgebern, die durch ihre vielfältigen Unterstützungen die Breitenwirksamkeit unserer Sportveranstaltungen erkennbar werden lassen, diese positiv bewerten und fördern.“ Dazu zählt natürlich auch das Forschungszentrum Jülich, wo bereits im Jahre 1967 erstmals ein „Internationales Reaktoren-Fußballturnier“ stattfand. Es kann als Vorläufer der Atomiaden bezeichnet werden. Denn schon wenige Jahre später, im Jahre 1973, wurde dieses Turnier „ausgedehnt“, es kamen andere Sportarten hinzu.

Gespannt auf den Film

Mit 540 Sportlern fand in Jülich die 1. Atomiade statt – unter Federführung von Heinz Rhein, der nun nicht nur die 15. Sommeratomiade eröffnete, sondern auch das Schlusswort sprechen durfte. Auf Initiative von Henry Koekenberg, begleitet erstmals in der Atomiade-Geschichte ein Fernsehteam – es waren Reporter aus England – Sportler, Präsident und Ehrenpräsident. Eine erste Dreh-Fassung wurde bereits am Schlusstag in Geel gezeigt. „Natürlich sind wir nun alle gespannt“, meint Rhein, der nicht verhehlte, dass man innerlich angespannt sei, wenn ein Fernsehteam hautnah dabei ist“. Er hatte sich akribisch auf ein Interview vorbereitet, „schließlich weiß man, wie die Kernkraft in Belgien gesehen wird“.

Dass die Geeler perfekte Gastgeber waren, bescheinigte der Jülicher aber insbesondere der Schirmherrin, Institutsdirektorin Elke Anklam. Sie ließ es sich nicht nehmen, den Ehrengästen die weitläufigen und hochmodernen Institute der Europäischen Kommission zu zeigen und jede noch so kritische Frage zu beantworten. „Um vorwärts zu kommen, auch im Sport, muss man für Neuerungen aufgeschlossen sein.“

An dieses Zitat seines Nachfolgers erinnerte Rhein bei der Abschlussfeier nachhaltig. Er hielt nochmals den neuen Flyer der Asceri mit neuem Logo hoch, ein Modell eines Lithiums-Atoms, zu sehen auch auf der neu geschaffenen Webseite. „Alles Neuerungen, die die Handschrift unseres Präsidenten tragen“, betonte Asceri-Botschafter Heinz Rhein, der sicher ist, dass für die 16. Atomiade im Jahre 2018 kurzfristig ein Veranstalter präsentiert werden kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert