Asceri: Gedankenaustausch zwischen Präsidenten

Von: hfs.
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Vereint unter der Asceri-Fahne: Der neue Präsidet Henry Koekenberg mit Ehrenpräsident Heinz Rhein (l.) sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden Bert Cremer (r.) aus Karlsruhe. Foto: hfs.

Stetternich. Wenn im April diesen Jahres in Österreichs Hauptstadt Wien die Vertreter von 14 Europäischen Forschungszentren zusammenkommen zu ihrem 28. Datef, wie das Arbeitstreffen abgekürzt wird, dann wird eine Person im Mittelpunkt stehen: Es ist der Belgier Henry Koekenberg, neuer Präsident der so genannten Asceri-Gemeinschaft, der „Vereinigung der Sportgemeinschaften Europäischer Forschungseinrichtungen“.

Damit ist er der „Chef“ von 36 Einrichtungen in den 14 Ländern. Die Gemeinschaft besteht seit 35 Jahren und exakt 25 Jahre lang war der Stetternicher Heinz Rhein deren Präsident. Beim „Altpräsident“ absolvierte Koekenberg unlängst seinen Antrittsbesuch.

„Es war ein fruchtbares Arbeitstreffen. Wir hatten einen regen Gedankenaustausch, und ich werde in meiner Amtszeit unsere sportlichen Events der Sommer- und Winteratomiaden weiterhin fördern“, bekannte der erstmals für drei Jahre gewählte neue Asceri-Präsident. Er ergänzte, dass er für die Vereinigung nur das Beste wolle, um das Wesen der europäischen Gemeinschaft und ihren Geist der Freundschaft zu fördern und so die Verbundenheit zwischen den Institutionen zu stärken. Koekenberg abschließend: „Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen treten werde.“

Worte, die er nicht nur an Gastgeber Heinz Rhein richtete, sondern damit gleichzeitig an denjenigen richtete, der diese Europäische Vereinigung ins Leben rief und deren Ehrenpräsidenten er heute ist.

„Ich danke ihnen für ihre unermüdliche Unterstützung und Freundschaft“, fand der Belgier ganz persönliche Worte für den Gastgeber, mit dem er sich, wie beide erfreut feststellten, ein gemeinsames Hobby teilt: „Die Liebe zum Bergsteigen“, verriet Heinz Rhein. „Und beide haben wir schon den Kilimandscharo bestiegen“, fügte Henry Koekenberg lachend hinzu. Was ihn auch zu der Feststellung veranlasste, „das wir beide bereit sind, kalkulierte Risikobereitschaft zu zeigen“.

Eine Tugend, die Koekenberg – er spielt auch gerne Fußball, Tennis und Golf – auch in seiner Eigenschaft als Asceri-Präsident beweisen will. „Um vorwärts zu kommen, auch im Sport, muss man für Neuerungen aufgeschlossen sein, muss gewisse überschaubare Risiken eingehen“, betonte Rhein, der als Vater der Atomiade-Bewegungen gilt. Die erste Atomiade organisierte er bereits 1973 als Vorsitzender der Betriebssportgemeinschaft der damals noch KFA genannten Jülicher Forschungseinrichtung.

Daran erinnerte Bert Cremer vom Institut für Transurane in Karlsruhe. Der begleitete Koekenberg als dessen Stellvertreter und Leiter der Strategie-Arbeitsgruppe innerhalb der Asceri-Gemeinschaft. Neben dem freundschaftlichen Aspekt stand in dem Dreiertreffen in Stetternich insbesondere das anstehende Delegierten-Arbeitstreffen Europäischer Forschungseinrichtungen (Datev) vom 11. bis 14. April in Wien auf dem Arbeitsprogramm.

Dort soll auch eingehend das neue Organigramm von Asceri diskutiert werden. Demnach wird es nur einen Ehrenpräsidenten geben, darüber hinaus Ehrenmitglieder. Erfreut zeigte sich das Trio darüber, dass ein spanisches Forschungszentrum als neues Mitglied gewonnen wurde. „Aber besonders angetan bin ich von den Verhandlungen unseres neuen Präsidenten mit einem polnischen Institut“, ergänzte Rhein. Der habe, wie besonders von Bert Cremer erinnert wurde, jahrelang persönliches Engagement gezeigt, damit gerade die osteuropäischen Forschungseinrichtungen Sportler zu den jeweiligen Atomiaden entsenden durften.

Ist der Begriff Atomiade noch zeitgemäß? Diese Frage hat sich Henry Koekenberg, so räumte er ein, ebenfalls schon gestellt. „Wir arbeiten schon an einem neuen Logo“, ließ er durchblicken. Der Fragenkomplex dürfte in Wien bei den Delegierten der 36 Forschungseinrichtungen – sie vertreten rund 27.000 Mitglieder – ebenfalls eine große Rolle spielen.

Ob es nun der Neue auf der Asceri-Kommandobrücke, sein Stellvertreter oder der Ehrenpräsident war: Alle freuten sich über die verbindliche Nachricht aus dem belgischen Geel. Dort sitzt die JRC Geel, die gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Hier arbeitet Koekenberg seit etwa 22 Jahren als Leiter des Designbüros. „Und JRC sowie das Nuclear-Zentrum Mol werden gemeinsam die 15. Atomiade im Juni 2015 ausrichten“, verkündete freudestrahlend Ehrenpräsident Heinz Rhein.

Den Abschluss der „Stetternicher Runde“ bildete ein gemeinsamer Besuch durch das benachbarte Forschungszentrum. Eines beeindruckte dabei den „neuen Mann hinter der Atomiade“ ganz besonders: Der Empfangsbereich im Vorstandsgebäude, wo Asceri-Präsident Henry Koekenberg mitsamt seiner kleinen Delegation ein besonderer Willkommensgruß auf der neu installierten elektronischen Begrüßungstafel zuteil wurde.

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