Lich-Steinstraß - Armutszeugnis gegen designierten Absteiger

Armutszeugnis gegen designierten Absteiger

Von: tm
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Lich-Steinstraß. Mit einer indiskutablen Leistung hat Germania Lich-Steinstraß am vergangenen Wochenende nicht nur 0:3 gegen Borussia Lindenthal-Hohenlind verloren, die Mannschaft hat damit auch einigermaßen unnötig den Druck für die letzten Spiele erhöht.

Am vorletzten Wochenende gewann Lich-Steinstraß gegen den Tabellendritten Eilendorf glatt und überzeugend 4:0. „Noch ist nichts passiert“, hatte der Trainer anschließend eingeschränkt und vor der Begegnung gegen die Kölner klar gemacht, dass ein Sieg erheblichen Druck von der Mannschaft nähme.

Die Spieler mussten wohl verstopfte Ohren gehabt haben, denn die Reaktion auf dem Platz war eine völlig andere. „Die meisten haben sich ausgeruht auf dem letzten Spiel“, urteilte ein frustrierter Werner Schönen, der seine Akteure nicht mehr verstand. Dass gegen eine Kölner Mannschaft, die sich weitestgehend dem Abstiegsschicksal ergeben hatte, eine kämpferische und läuferische Einstellung notwendig wäre, hätte jedem Germanen vor dem Anpfiff klar sein müssen.

„Keinen Torschuss“ in der ersten Hälfte vermerkte Lich-Steinstraß‘ Trainer indes. Bis zur Pause führten die Gäste bereits 2:0 durch die Treffer von Thomas Zeimetz (7., 37.). Der zweite Treffer, ein Foulelfmeter erschien umstritten, aber durchaus vermeidbar. „Da hätte bloß mal einer den Ball aus der Abwehr schießen müssen“, nahm Trainer Schönen kein Blatt vor den Mund.

Anstatt mit Volldampf aus der Kabine zu kommen und alle Anstrengungen zu unternehmen, dem Spiel eine andere Wendung zu geben, schob ein Spieler den Ball zum nächsten, um nur ja keine Verantwortung zu übernehmen. Der dritte Treffer durch Soleil Nyassa (65.) war die prompte Quittung. Selbst die Lindenthaler rieben sich verwundert die Augen ob des unerwarteten Erfolges. Die Jülicher Zuschauer hingegen konnten nur fassungslos schauen.

„So können wir auf keinen Fall die Klasse halten“, hatte Werner Schönen seinen Schützlingen mit kräftiger Stimme in der Kabine mit auf den Weg gegeben. Genutzt hatte es nichts.

„Ich habe selbst über 30 Jahre aktiv Fußball gespielt, und ich wollte immer gewinnen.“ Der Trainer sprach seiner Mannschaft den Willen ab, in dieser Klasse auch in der nächsten Saison zu spielen.

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