Arbeitskreis Inklusion überreicht Signet „Menschen mit Handicap“

Von: Kr.
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Verleihung Signet „Menschen mit Handicap“ des AKI Jülich.

Jülich. „Teilhabe – Teilnahme – Teilgabe, denn auch behinderte Menschen haben etwas zu bieten.“ Diese drei Worte, so erklärte Stefan Dreeßen, Referent für Behindertenfürsorge im Bistum Speyer, mache Inklusion aus.

Dreeßen war nach Jülich in die Schirmerschule gekommen, um an der Signetverleihung „Menschen mit Handicap“ des Arbeitskreises Inklusion (AKI) der Stadt Jülich teilzunehmen. Von seinen Erfahrungen zu Barrierefreiheit und Inklusion wollte der Rollstuhlfahrer berichten, der bereits zwei Mal eine Rolling-Tour gestartet hatte. Bei diesen Touren ging es darum, Bürger, Politiker und Kirchenvertreter mit behinderten Menschen zusammen zu bringen und die Probleme aufzuzeigen, denen sie im Alltag begegnen.

„Doch auf dieser Tour wollten wir nicht nur die äußerlichen Barrieren wegräumen, sondern auch die in den Köpfen der Menschen“, erklärte der Gast und fragte abschließend: „Inklusion – Illusion? Es liegt noch ein weiter Weg vor uns, doch es ist schön, dass man Begleiter hat.“

In Jülich, so scheint es, sind diese Begleiter bereits gefunden, denn zum dritten Mal verlieh der AKI das Signet „Menschen mit Handicap – herzlich willkommen“. Es ist eine Auszeichnung für all die Geschäfte, Praxen und Einrichtungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen mit Behinderung das Leben ein wenig leichter zu machen, für einen barrierefreien Zugang zu sorgen und ihnen offen und herzlich entgegen zu gehen.

„Unsere Gesellschaft lebt von der Verschiedenheit. Inklusion ist der weitere Schritt nach Integration. Unsere Gesellschaft muss inklusiv denken und handeln“, erklärte Katarina Esser, Dezernentin des Amtes für Kinder, Jugend und Sozialplanung der Stadt Jülich. Inklusion bedeute, sich für andere zu öffnen. Für Menschen mit Behinderung bedeute dies auch, überall dabei sein zu können und überall hinzukommen. Deshalb sei Barrierefreiheit so wichtig.

Anhand eines Fragebogens seien die neuen Signetinhaber ermittelt worden. Dabei sei es dem AKI noch nicht einmal so wichtig gewesen, ob alle Anforderungen an Barrierefreiheit bis aufs letzte Schräubchen ausgeführt seien. „Die Willkommenskultur war uns wichtiger und wie herzlich und hilfsbereit man den behinderten Mitmenschen begegnet“, erklärte Beate Wirth Weigelt, Sprecherin des AKI und Hausherrin der Schirmerschule. Sie hatte die Gäste, die gekommen waren, um ihr Signet entgegen zu nehmen, herzlich begrüßt. Einen musikalischen Gruß überbrachten auch ihre Schüler. Persönlich nahmen Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Grundschule Jülich, des Mädchengymnasiums, des Forschungszentrums, der städtischen Kita „Unterm Regenbogen“, der evangelischen Kirchengemeinde, der Beratungsstelle für Jugendliche und Erwachsene des Diakonischen Werks Jülich, der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen, Möbel & Mehr, das Gebrauchtmöbelkaufhaus des Christlichen Sozialwerkes, das LVR Heilpädagogische Zentrum Jülich sowie die Fotografinnen Schwarz-Klein 1000 Schön den Aufkleber entgegen.

Verhindert waren die Zahnarztpraxen Dr. Gielen, Dr. Heil, Dres. Frohn und Quittmann, das Medizinzentrum Poststraße, die Urologische Praxis Dr. Necvolod, Kinderarztpraxis Jülich, Tierarztpraxis Hoffmann-Knorre, Physioteam und Rückenzentrum Dirk Jansen, Praxis für Physiotherapie Ingmar Hufmann, Kosmetik erleben-Alexa Ochtendung, Autohaus Bataille, C&A in der Galeria Juliacum, Ernsting´s family Galeria Juliacum, Comtesse Moden, Schuhgarten Rosenbaum, Das Teegeschäft, Cafe Liebevoll, Foodcenter Zitadelle, Kita „Sonnenschein“, Kita „Wilde 13“, Familienzentrum und Kita „Rappelkiste“, Integrativer Kindergarten St. Rochus, Katholischer Kindergarten St. Marien, VHS Jülich und die Agentur für Arbeit in Jülich.

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