Anwohner verderben Bruderschaft Kirchberg Spaß am Schützenfest

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Kirchberg. Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Sakramentsbruderschaft Kirchberg 1626 im Lindenhof in Kirchberg wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand.

Da der bisherige Brudermeister aus gesundheitlichen Gründen bereits Ende vergangenen Jahres zurückgetreten ist und andere Vorstandsmitglieder aus zeitlichen Gründen ihre bisherigen Ämter zur Verfügung stellten, musste der Vorstand fast komplett neu besetzt werden.

Josef Schmitz Brudermeister

Die Versammlung wurde vom 2. Brudermeister Manfred Schmitz eröffnet. Er dankte dem scheidenden Vorstand für die Arbeit. Zum neuen Brudermeister wählte die Versammlung einstimmig Josef Schmitz. Weitere wichtige Positionen wurden wie folgt besetzt: 2. Brudermeister Harald Saus, Geschäftsführerin Kathrin Pistel, 2. Geschäftsführer Markus Hilgers, 2. Schießmeister Manfred Schmitz. Als Beisitzer fungieren Gertrud Saus, Kaspar Renn, Arnold Holz und Herbert Johnen.

Josef Schmitz ließ das vergangene Jahr Revue passieren, das für die Bruderschaft schwierig war. Nach jahrelangen Bemühungen seitens der Bruderschaft war es endlich gelungen, Schausteller für das Pfingst- und Schützenfest nach Kirchberg zu holen. In den letzten vier Jahren freuten sich die Kirchberger Kinder auf Autoscooter, Karussell, verschiedene Geschicklichkeitsspiele, Los- und Süßwarenstände.

Nun liegt den Schützen ein Schreiben der Schausteller vor, dass sie auf Grund der Beschwerden der bekannten Anwohner in Kirmesplatznähe die Verträge mit der Bruderschaft kündigen. „Zehn Jahre Arbeit zunichte gemacht. Es tut mir besonders für die Kirchberger Kinder leid”, kommentierte Josef Schmitz. Dies löste eine große Betroffenheit in der Versammlung aus.

Da einige Anwohner bereits seit etwa fünf Jahren bei allen sich bietenden Gelegenheiten das Ordnungsamt der Stadt Jülich anriefen, wurde bereits Ende 2006 ein Gespräch bei der Stadt Jülich geführt. Teilnehmer an diesem Gespräch waren die betroffenen Vereine, Vertreter des Ordnungsamtes, der Kirchberger Ortsvorsteher und der gegnerische Anwalt.

In diesem Gespräch wurden genaue Regelungen hinsichtlich Dauer bzw. Beendigung der Veranstaltungen und der erlaubten Lärmimmissionen zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten festgelegt. Seither versuchen alle Vereine, die gesetzten Vorschriften bei ihren Veranstaltungen einzuhalten. Umso bedauerlicher sei es, dass solche „Gängelei” mündiger Bürger und Vereinsmitglieder Konsequenzen hat, unter denen eine ganze Dorfgemeinschaft leidet, hieß es. Hier sei in erster Linie die Jugendarbeit der Vereine angesprochen, die eigentlich die „Dorfflucht” der Jugendlichen aufhalten sollte.

„Mit der gegebenen Situation finden wir uns nicht ab und bemühen uns trotz allem, andere Attraktionen, insbesondere für die Kinder, an Land zu ziehen.” Mit diesen Worten beendete Josef Schmitz die Jahreshauptversammlung. Er blickt zuversichtlich in die Zukunft und hofft auf rege Unterstützung der Bevölkerung.
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