Linnich - Antoniusschützen beschenken Linnicher Flüchtlinge

Antoniusschützen beschenken Linnicher Flüchtlinge

Von: Kr
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Die Körrenziger Schützen brachten ihre Pakete persönlich im Rathaus vorbei und lernten dort einige der jungen Männer kennen, die sie mit ihrer Aktion unterstützten. Foto: Kròl

Linnich. Die Legende sagt, der Heilige Antonius, Schutzpatron der St. Antonius-Schützenbruderschaft Körrenzig, habe zu seinen Lebzeiten stets Schweine gezüchtet, sie einmal im Jahr geschlachtet und das Fleisch an Bedürftige verteilt. Solche Aktionen sind heute nicht mehr möglich, doch dem Beispiel ihres Schutzheiligen folgen wollten die Körrenziger Schützen schon.

Gelegenheit Gutes zu tun, gibt es auch heute noch genug und so entschloss sich die Bruderschaft anlässlich ihres Patronatsfest zur einer Paketaktion für die Flüchtlinge der Stadt Linnich. Ihnen wollte man Unterstützung zukommen lassen und gleichzeitig ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.

Nach Rücksprache mit Stefan Helm und Karin Fürkötter, die die Linnicher Asylsuchenden betreuen, wussten sie, wie man am besten die Pakete füllt. Hygiene- und Kosmetikartikel, ein paar Süßigkeiten, Kekse und ähnliches kommen immer sehr gut an und werden von den meist jungen Leuten auch dringend benötigt.

38 liebevoll gepackte Tüten und Kartons, dazu zwei Koffer brachte der Vorstand im Rathaus der Stadt vorbei. Dort wussten Brudermeister Hans Joachim Hansen und sein Team die Spenden in den richtigen Händen. Sie sollten noch einmal umgepackt und gerecht auf alle 170 Asylbewerber, die in Linnich ein neues Zuhause gefunden haben, verteilt werden.

Kurz erläuterte Hansen den Hintergrund der Aktion und gemeinsam versuchte man, den jungen Männern die Tradition des Schützenwesens zu erklären, was allerdings nicht ganz so einfach war. „Ich glaube, da müssen wir, ähnlich wie zu Karneval unser Schunkelseminar, auch einen Abend zum Thema Schützen gestalten“, meinte Helm.

Bei dieser Gelegenheit bat Karin Fürkötter außerdem noch einmal um Kleiderspenden. Ganz dringend werde warme Kleidung und Schuhe, vor allem für junge Männer, gesucht. Sie kann im Rathaus, Zimmer 11 abgegeben werden. Abschließend dankte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker den Körrenziger Schützen für ihr Engagement, und auch Ortsvorsteher Thomas Venrath zeigte sich erfreut über die Hilfsbereitschaft im Dorf.

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