Niedermerz - Anruf von Jogi Löw ist für Reinhold Yabo absolut kein Thema

Anruf von Jogi Löw ist für Reinhold Yabo absolut kein Thema

Von: hfs.
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Unter Anleitung von Ferdy Müller bereitet sich der Jungprofi Reinhold Yabo im Aldenhovener Fitness Center vor. „Ich möchte körperlich gut dabei sein, wenn unser Trainer Zvonimir Soldo die Vorbeitung beginnt.” Foto: hfs.

Niedermerz. „Mit der Nummer 8, Reinhold Yabo.” Dem Namensaufruf von FC-Stadionsprecher Michael Trippel folgt im RheinEnergie-Fußballtempel in Köln tausendfacher Jubel. Der 18-Jährige winkt kurz in die Zuschauermenge, wäre am Ziel seiner vorläufigen Träume, wenn dieses Szenario zum Auftakt der kommenden Bundesliga-Saison Realität würde.

Dann hätte sich die Schinderei für Reinhold Yabo aus Niedermerz gelohnt, der er sich jetzt schon in einer persönlichen Vorbereitung im Fitness-Center von Ferdy Müller in Aldenhoven unterzieht.

„Meine Beinmuskulatur muss noch gestärkt werden. In Bezug zu meinem Oberkörper ist sie noch nicht ausgeprägt genug.” Yabo, der Fußball-Jungprofi des 1. FC Köln, schwitzt. Doch davon lässt sich Ferdy Müller, Inhaber von Ferdy´s Gym in Aldenhoven, nicht beeindrucken. „Jetzt liegen 60 Kilo auf, langsam nach unten gehen, schön strecken.”

Reinhold Yabo, der seit dem Jahre 2001 beim 1. FC Köln die hohe Fußballschule durchläuft, verzieht keine Miene, macht seine Übungen. Jeden zweiten Tag ist er im Studio, für rund anderthalb Stunden. „Reinhold ist ein Vorbild für alle anderen Jugendlichen. Er kennt seine Wurzeln, weiß wo er hingehört, arbeitet akribisch und zielstrebig.” Müller freut sich, dass es „einer aus meiner Nachbarschaft geschafft hat, auf dem richtigen Weg ist.”

Größer ist jedoch seine Freude darüber, dass Yabo immer wieder zurückkehrt, dorthin, wo er groß wurde, wo seine Familie wohnt. „Wir kommen aus dem Kongo, sind aber schon lange Zeit hier in Deutschland.” Genau genommen ist Niedermerz die Heimat des 18-Jährigen. Der lernte bei der Teutonia das Fußballspiel, wurde mit acht Jahren von einem Scout der Kölner entdeckt. „Ich bin seit 2001 beim FC, habe dort das Fußballinternat besucht.”

Sprung in Stammelf

Beim Deutschen Fußball-Bund wurde man rasch auf den talentierten Burschen aufmerksam. Berufungen in die U-15, U-16 und U-17-Mannschaften folgten, mit Letzterer wurde er als Mannschaftsführer - „als Mittelfeldspieler trage ich dort immer die Rücken-Nummer 8” - Europameister. Im Juni 2009 unterschrieb er einen Vertrag als Profi. „Der ist seit dem 10. Februar diesen Jahres gültig. Da wurde ich 18 Jahre alt.”

Sein bisheriger Höhepunkt als Profi: „Am 16. April wurde ich in der 89. Spielminute beim 2:0-Sieg gegen Bochum für unserer zweifachen Torschützen Zoran Tosic eingewechselt. Dies war unglaublich.” Dass es solche Einsätze in der kommenden Saison vermehrt gibt, sogar der Sprung in die Stammelf geschafft wird, davon träumt Yabo jetzt. „Dieses Aufbautraining mache ich für mich. Ich möchte schon gut drauf sein, wenn wir die Vorbereitung beim FC beginnen.” Dies wird im Juli der Fall sein, zuerst geht es in ein Lauf-Trainingslager. „Dann fahren wir zum Wörthersee.”
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