Angelverein fischt fünf Fahrräder aus dem Schwanenteich

Von: ma.ho
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Über einem Duzend Mitglieder des Angelsportvereins machten sich mit zwei Booten zu einer Vereinsaktion auf, um wüchsige Spiegelkarpfen und Schleien aus dem Schwanenteich zu fischen. Foto: Horrig

Juelich. „Das war ein Schlag ins Wasser“, umschrieb Achim Frauenrath, Vorsitzender des Angelsportvereins (ASV) Jülich, eine Abfischaktion im Schwanenteich. Über einem Duzend Mitglieder des ASV machten sich jetzt mit zwei Booten zu dieser Vereinsaktion auf, um wüchsige Spiegelkarpfen und Schleien aus dem Schwanenteich zu fischen.

Netze wurden durch den Teich gezogen, doch was sich offenbarte waren weniger die Fische als jede Menge Unrat.

„Es war mehr eine Müllaktion als das geplante Abfischen“, unterstrich Frauenrath. Ins Netz gingen neben 15 kleineren Fischen noch fünf Fahrräder, Einkauftrollis, Kinderwagen, ein Baustellenschild und eine Baustellenabsperrung, von den vielen leeren Flaschen ganz abzusehen. Frauenrath zeigte sich enttäuscht von der Unterstützung der Stadt Jülich.

In der Vergangenheit ließ die Stadt mehr Wasser aus dem Schwanenteich ab, so dass die Schleppnetze den Grund erreichten. Bei der jetzigen Aktion sank der Spiegel um nur knapp 20 Zentimeter, was zur Folge hatte, dass die Netze mehr oder weniger über die Fische hinweg gezogen wurden. Gegen 12 Uhr geben die Angelsportler ihr Vorhaben auf, die ausgewachsenen Spiegelkarpfen und Schleien aus dem Schwanenteich herauszuholen, sie anschließend in die Vereinsgewässer einzusetzen.

Das Abfischen ergibt Sinn, weil es sonst im Hochsommer zu Sauerstoffmangel im Wasser kommt – so wie im vergangenen Jahr. Diese Aktion war bereits die zweite ihrer Art, bei der zum Abfischen zu wenig Wasser aus dem Schwanenteich abgelassen wurde, was die Petrijünger leicht erzürnte. „Früher hatten wir auch Unterstützung durch das Technische Hilfswerk oder die Feuerwehr, die das Wasser abpumpten, aber...“, so Frauenrath achselzuckend.

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