Angela Wittfeld und ihre Isländer: Aus Stetternich auf Europatour

Von: hfs.
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Angela Wittfeld hat sechs eigene Islandpferde. Nun steht die erste Geburt eines Ponys auf dem Margarethenhof an, den die Eltern vor fast zwei Jahren erworben haben. Foto: hfs.

Stetternich. Wenn Reitsportinteressierte das Wort „Apassionata” hören, schmelzen sie dahin. Übersetzt mit „Leidenschaft”, ist Apassionata eine europaweite Pferdeshow, die jährlich von über 600.000 Zuschauern gesehen wird.

Bei der jetzt zu Ende gegangenen Europatournee saß Angela Wittfeld vom Margarethenhof in Stetternich mit im Sattel. Sie gehörte zu den wenigen Deutschen im Ensemble, denen die Fans zujubelten. „Jetzt weiß ich, wie sich Stars fühlen müssen. Ständig im Rampenlicht stehen, um Autogramme gebeten werden.”

Das erlebte Angela Wittfeld in Helsinki. Gerade hatten mehr als 15.000 Zuschauer den Reitern, Pferden, Musikern und Tänzern Ovationen bereitet. Gleich musste die 30-Jährige Juristin aus Stetternich Autogramme schreiben. „Es waren nicht wenige”, lacht die blonde junge Frau, die seit über 20 Jahren im Sattel sitzt. „Bei einer solchen Show mitmachen zu dürfen, davon träumt man als junges Mädchen.”

Dass ihr Traum in Erfüllung gehen konnte, war reiner Zufall. Ein Bekannter wusste von ihrer Beziehung zu Pferden, kannte ihr Reittalent und ihr Einfühlvermögen, wenn es um Islandpferde geht. „Seit zehn Jahren reite ich diese Pferderasse und bin auf Sportturnieren dabei. Es ist das magische Reitgefühl beim Töltgang, das mich bei den Islandpferden fasziniert.”

Gerade diese Rasse wurde nun für die Pferdegala gesucht - von keinem Geringeren als dem vierfachen Weltmeister Styrmir Arnason aus Island. Von ihm wurde Angela Wittfeld eingeladen. Vier Tage lang musste sie vorreiten. „Dann hatte ich den Vertrag in der Tasche und durfte mit sechs anderen Reitern aus vier Nationen bei der Apassionata-Grand Voyage-Tour dabei sein.” In jeder Stadt bis zu fünf Tagen, von Prag ging es nach Amsterdam und Antwerpen, nach Florenz und Mailand, anschließend Helsinki und danach Lissabon. „Ein krönender Abschluss, den ich nie vergessen werde.”

Für Angela Wittfeld aber geht der Traum weiter. Auch bei der kommenden Europa-Tournee wird sie dabei sein und mit „Stormur”, dem Stürmischen, oder aber „Juki”, dem Eisberg, ihre Reitfähigkeiten zeigen. Im Mittelpunkt stehen Reiter und Pferde unterschiedlicher Rassen wie Lusitano-Schimmel, Friesen, Shagaya-Araber oder Shetland-Ponys.

Je nach Thema werden Tänzer und Akrobaten mit in die Vorstellung eingebunden, der Auftritt wird durch Musik und viele Lichteffekte unterstützt. „Wenn unsere Pferde mit Wunderkerzen an den Beinen aus einer gleißenden Nebelwand reiten, kochen nicht nur bei den Zuschauern die Emotionen hoch”, strahlt Angela Wittfeld.

Sie ist nach viermonatiger Europa-Tournee wieder zu Hause und etwas geschlaucht. Dennoch macht sie bei der Deutschlandtour der Pferdegala durch 33 Städte mit. Danach steht ein vierwöchiger Aufenthalt auf einem Isländer-Gestüt bevor.
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