Barmen - „An einem Tag wie jeder andere”: Ein Gangsterstück in Overbach

„An einem Tag wie jeder andere”: Ein Gangsterstück in Overbach

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sales tag bild
„An einem Tag wie jeder andere”: Ein US-Gangsterstück, aufgeführt im Gymnasium Haus Overbach.

Barmen. Er ist kein Tag wie jeder andere, der Franz-von-Sales-Tag in Overbach. Nach dem großen Erfolg der Theaterproduktion von Brechts Schauspiel „Trommeln in der Nacht” im vergangenen Jahr wurde die Idee einer besonderen Schultheateraufführung auch für 2011 wieder aufgegriffen.

Einstudiert wurde das Kriminalstück „An einem Tag wie jeder andere” („The Desperate Hours”) des US-Autors Joseph Haye (1918 - 2006).

Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6 und 13 probten es unter der Leitung von Henning Achenbach und Co-Regie von Martin Schnabel (13). Dabei ließen sie ihrer Kreativität freien Lauf. Um eine Atmosphäre der 50er Jahre entstehen zu lassen, wie sie der Zuschauer von Filmen des „film noir” gewohnt ist, wurden die Schauspieler und die Kulisse in schwarz-weiße Töne getaucht.

Drei ausgebrochene Sträflinge

„An einem Tag wie jeder andere” nehmen drei ausgebrochene Sträflinge die Familie Hilliard in deren eigenem Haus als Geiseln, um in der Tarnung einer gut bürgerlichen Umgebung auf ihr Fluchtgeld zu warten. Die Handlung wird getragen vom Aufeinanderprallen zweier willensstarker Männer: dem brutalen, aber cleveren Anführer der Gangster Glenn Griffin (Henning Achenbach) und dem Familienoberhaupt Dan Hilliard (Bastian Schunck). Trotz großer Angst um seine Familie versucht dieser überlegt zu handeln, zumal seine Frau Elenor Hilliard (Laura Pelzer) mit der Situation nervlich überfordert ist. Auch andere zwischenmenschliche Konflikte kommen zum Tragen. So leidet der Zusammenhalt der Verbrecher Glenn, Hal (Thomas Pörner) und Robbish (Samuel Plum) unter Interessenskonflikten. Auch die Beziehung der erwachsenen Tochter Cindy Hilliard (Krysztina Winkel) zu ihrem Freund Chuck (Martin Schnabel) wird auf die Probe gestellt.

Außerdem treten innerhalb der Familie zwischen dem Vater und dem Schulkind Ralph Hilliard (Niklas Wagner / Jonas Schuba) Konflikte auf, als der Vater seinen Sohn an das Leben der Erwachsenen heranführt. In weiteren Rollen verliehen auch Elisabeth Coenen, Arne Grotenrath, Stephan Holz und Kai Staffel der Inszenierung ihre eigene Note.

Neben Spannung, Action und auch lustigen Wendungen zeigte das Stück lebensnah, wie bedeutend familiärer Zusammenhalt ist, dass man Vertrauen haben kann und dass es auch im alltäglichen Leben Tapferkeit gibt.

Die Darstellung dieses einen Tages, der so werden sollte wie alle anderen, aber dann eine plötzliche Wendung nahm und alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf den Prüfstand stellte, wurde durch großen Applaus bei insgesamt drei Aufführungen belohnt.
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