An die Opfer des Bombenterrors erinnert

Von: Kr.
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Zahlreiche Jülicher Bürger wohnten der Gedenkfeier zum Jahrestag der Zerstörung Jülichs am 16. November 1944 bei. Foto: Kròl

Jülich. Es war am 16. November 1944 um 15.28 Uhr, als die ersten Bomber ihre tödliche Fracht über Jülich abwarfen. 20 Minuten dauerte das Inferno. Danach war nichts mehr so, wie es vorher war. Die Stadt war nahezu vollständig zerstört.

Heute haben all jene, die diese Schrecken miterlebten, die Ereignisse von damals nicht vergessen. Doch auch all jene, denen diese Erfahrung erspart blieb, sollen sich erinnern. Sie sollen sich erinnern, damit sich solche Dinge nicht wieder ereignen.

So treffen sich alljährlich zum Jahrestag der Zerstörung der Stadt Jülich an der Gedenkstätte am Schlossplatz, um sich zu erinnern und damit ein Zeichen für den Frieden und gegen die Sinnlosigkeit des Krieges zu setzen. Schwer war es dabei den zahlreichen Teilnehmern der Gedenkfeier ums Herz, gedachten sie doch auch der Opfer des Bombenterrors in Paris.

„Auch das ist Krieg“, sagte Bürgermeister Axel Fuchs, „es ist Krieg gegen die Menschlichkeit, gegen unsere Sitten und gegen unsere Kultur.“ Er schloss seine Ansprache mit den Worten: „Wir gedenken der Menschen, die in den beiden Weltkriegen ihr Leben verloren. Wir gedenken der Überlebenden, die so Schreckliches erleben mussten. Wir gedenken der Menschen und Opfer, die damals und heute überall auf der Welt von Krieg, Vertreibung und der Zerstörung ihrer Heimat betroffen sind“.

Fuchs hatte zuvor auch daran erinnert, dass der Frieden, den die Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten erleben durften, nicht selbstverständlich ist. „Die Flüchtlingsströme zeigen es uns konkret und ich bin trotz aller Probleme, die sie mit sich bringen, überzeugt, dass Europa und Deutschland diesen Menschen helfen können und müssen“, betonte er.

Der Bürgermeister erinnerte auch an das vergangene Jahr, als am Gedenkstein der 70. Jahrestag begangen wurde. Viele Menschen haben damals dazu beitragen, den Tag würdig zu gestalten. Daraus entstand eine Dokumentation, die als Büchlein, CD und DVD vorliegt und gegen eine Spende an interessierte Bürger abgegeben wird. Der Erlös aus der Aktion soll der pädagogischen Arbeit mit Flüchtlingskindern zugutekommen.

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