An der Vogelstange: Große Baumkronen werden zurückgeschnitten

Von: -vpu-
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Ahornbäume rauben den Bewohnern der nahen Häuser nicht mehr lange das Licht. Foto: Uerlings

Jülich. Die Zeit der Dunkelheit ist für viele Anwohner der Vogelstange bald beendet - zumindest für einen Sommer. Die großen Ahorn-Bäume, die dort prächtig gedeihen und das mit üppigen Kronen bekunden, werden zurückgeschnitten.

Es hatte viele Beschwerden gegeben, federführend war die Wohnungsbaugenossenschaft (Woge) Jülich, die dort zwölf Mietshäuser besitzt.

Den Rückschnitt als Sofortmaßnahme beschloss der Haupt- und Finanzausschuss einmütig. Das weitere Schicksal der Bäume hat dann der Planungs-, Umwelt- und Bauauschuss in der Hand, dem möglicherweise nur die Alternative Kahlschlag bleibt.

„Es besteht Handlungsbedarf”, hatte Bürgermeister Heinrich Stommel kurz und knapp begründet und den Rückschnitt durch den städtischen Bauhof vorgeschlagen. Danach sollte sich das Fachgremium mit der Thematik befassen. Am Ende folgte der Haupt- und Finanzausschuss, obschon einige Mitglieder lieber gleich die Kettensägen sprechen lassen wollten.

Sozialdemokrat Harald Bleser fragte rhetorisch, nachdem er sich von einem Gärter Rat geholt hatte: „Wie kann man zwei Meter vom Haus einen Baum pflanzen, der eine 20-Meter-Krone bekommt? Der Rückschnitt bringt gar nichts. Wer ist auf diesen Schildbürgerstreich damals gekommen?” Der fraktionslose Liberale Claus-Hinrich Neuenhoff stimmte zu: „Wir sollten jetzt schon fällen, wenn das rechtlich zulässig ist.”

Bürgermeister Stommel bestand aber darauf, sich „grundlegend” mit dem Problem zu beschäftigen, bevor „wir einige Kettensägen anschaffen” müssen. Margret Esser-Faber (CDU) regte an, die Diskussion mit den Betroffenen zu führen: „Wir sollten die Bürger dazu holen.”

Tiefbauamtsleiter Robert Helgers pflichtete den kritischen Stimmen bei: „Diese Bäume gehören da nicht hin.” Eine mit Fachleuten abgestimmte Auswahl bei der Gesamtsanierung der Vogelstange „wird damals nicht erfolgt sein”. Auch Helgers hatte vor gut zwei Wochen noch das sofortige Fällen favorisiert, weil bei einem Rückschnitt nur „Kerzen” übrig bleiben. So kommt es jetzt.
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