„An der Arche um Acht“: Nur die Frage, ob es Gott gibt, bleibt offen

Von: dol
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Die drei Pinguine (Marc-Andree Bartelt, Jan Westphal und Malte Sachtleben) streiten sich gerne, aber wenn es drauf ankommt, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Foto: Dolfus

Jülich. Um acht legt die Arche ab, dann wollen und müssen die Pinguine an Bord sein – sonst sind sie verloren. Die spannende und weltbekannte Geschichte von der Sintflut und der Rettung der Arten durch Noahs Arche brachte das Aachener „Das da“-Theater jetzt in Jülich in einer kindgerechten Fassung von Ulrich Hub auf die Bühne des Kulturbahnhofs.

Die drei Pinguine – dargestellt von Marc-Andree Bartelt, Jan Westphal und Malte Sachtleben – fristen ein scheinbar trostloses Dasein in der Antarktis, wo es nur Eis, Schnee und endlose Weite gibt. Aus Langeweile streitet sich das Trio gerne einmal, zum Beispiel auch darüber, ob es Gott gibt oder nicht. Da werden sie urplötzlich von Gottes Plänen eingeholt, eine aufgeregte Taube (Lisa-Marie Seidel) warnt sie vor der bevorstehenden Sintflut und den Konsequenzen. Zum Glück hat das Vögelchen noch zwei Tickets für die Arche Noah dabei. Aber leider sind sie ja eigentlich zu dritt.

Blinder Passagier an Bord

Auch, wenn sie sich soeben noch gestritten hat, wollen Pinguin 1 und 2 ihren Kumpanen gewiss nicht dem sicheren Tod überlassen. Also schmuggeln sie ihren Kumpel heimlich in einer Holzkiste an Bord. Die Taube riecht zwar den „Braten“, denn „die Kiste riecht aber nach Fisch“, ist aber zu beschäftigt, um sich weiter darum zu kümmern. Die dreisten Pinguine wollen sogleich wissen, wann denn die Buffetzeiten sind und wo sie Liegestühle reservieren können, worauf die Taube wütend antwortet: „Das ist hier eine Rettungsaktion und keine Luxuskreuzfahrt“, spendiert später aber immerhin eine Dose Kekse.

Die Leitfrage des Stückes, ob Gott existiert oder nicht, kann natürlich nicht beantwortet werden, doch die Kinder ab sechs Jahren, die die Aufführung besuchten, dürften einige Anregung zum Nachdenken über diese schwierigste aller Fragen bekommen haben. So singen Taube und Pinguine im Schlusslied: „Vielleicht ist ein bisschen Gott in allen von uns.“

Auch die Themen Freundschaft und Zusammenhalt spielen natürlich ebenfalls eine große Rolle. Viel Spaß bereiteten den kleinen Besuchern vor allem die frechen Sprüche der Tiere wie „Du stinkst“ sowie die Tanz- und Gesangseinlagen der vier Schauspieler. Lichteffekte und Tiergeräusche schufen das passende Arche-Ambiente.

Christoph Klemens vom Kulturbüro der Stadt Jülich freute sich sehr über die hervorragende Resonanz: alle drei Aufführung des „Das da“-Theaters in Jülich waren nämlich ausverkauft.

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