Jülich/Koslar - Am Königshäuschen werden Autofahrer bald Rot sehen

Am Königshäuschen werden Autofahrer bald Rot sehen

Von: -vpu-
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Zur Entschärfung der Verkehrsführung am Königshäuschen sehen Experten nur eine kurzfristige Möglichkeit: eine Ampel. Foto: Uerlings

Jülich/Koslar. Viele Menschen haben sich Gedanken darüber gemacht, wie die Verkehrsführung an der Unfallkreuzung Königshäuschen verändert werden kann. Im Januar hatte unsere Zeitung darüber berichtet, dass dies nach Einschätzung von Verkehrsexperten eine so genannte „Unfallhäufungsstelle“ (drei schwere Unfälle im Jahr) ist.

Darauf entbrannte in der Leserschaft, in sozialen Medien und in der Kommunalpolitik über Wochen eine lebhafte Diskussion, was dort möglich und sinnvoll sein könnte, um die Sicherheit zu erhöhen. Mit einer Ampel wollten sich etliche Pendler nicht anfreunden, weil im Berufsverkehr Rückstaus Richtung Jülich befürchtet werden. Schon Anfang Mai hat die „Überörtliche Unfallkommission“ aber eine Lichtzeichenanlage als einzige realistische Möglichkeit eingestuft. Darüber informiert die Straßenverkehrsbehörde Jülich nächsten Donnerstag – dreieinhalb Monate später – im „Sachstandsbericht“ den Fachausschuss. Auch die Kommission selbst hat dazu bislang kein Wort verlauten lassen, obwohl es sich um eine der meistbefahrenen Straßen im Nordkreis handeln dürfte.

Die Fakten liegen aber nun auf dem Tisch, vom Kreisverkehr ist überhaupt keine Rede mehr. Weitere Alternativen scheinen nicht realisierbar. Laut Bericht der Verwaltung sieht die Kommission zum Beispiel in einem Wegfall der Rechtsabbiegespur in Richtung Koslar keine Option. Dann müsste die Bushaltestelle mit dem Namen „Neubourheim“ ersatzlos entfallen, was nach Auskunft der Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein nicht möglich sei. Auch eine Verlagerung der Haltestelle in Richtung Jülich oder Aldenhoven scheint nicht machbar zu sein.

Ein Ausbau des Wirtschaftsweges parallel zur Aachener Landstraße sei zu aufwendig und würde neue Knotenpunkte mit Sicherheitsrisiken erzeugen. Zudem müssten die Kosten allein von der Stadt getragen werden.

Bleibt die Ampel. Die Verwaltung glaubt nach Auswertung aktueller Verkehrsstärkedaten nicht, dass es im Berufsverkehr zu Staus bis zum Kreisverkehr an der Zufahrt Brückenkopf-Park kommt. Nach diesen Zahlen sei ein Rückstau von 110 Metern zu befürchten, der Gesamt-„Stauraum“ bis zum Kreisel beträgt aber 210 Meter...

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