Am Indemann muss das Runde bald ins Runde

Von: jan
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Christian Riedel, Indens Bürg
Christian Riedel, Indens Bürgermeister Ulrich Schuster und Gunther Riedel zeigen, dass am Indemann bald Fußbälle rollen. Foto: Guido Jansen

Inden. Das Runde muss ins Eckige. So lautet die älteste Weisheit des Fußballs. Die gilt ab dem Frühjahr nicht mehr. Zumindest am Indemann. Da entsteht gerade eine Fußball-Golf-Anlage. Und wenn diese im kommenden Jahr öffnet, dann muss das Runde ins Runde.

Das Wort Fußball-Golf erklärt eigentlich direkt, worum es bei der neuen Freizeitanlage geht. Fußball wird gespielt, allerdings nicht Elf gegen Elf. Jeder Einzelne muss sein Zehenspitzengefühl beweisen. Mit dem Fuß muss der kickende Golfer versuchen, den Ball in ein Loch zu spielen.

Wie auf einem richtigen Golfplatz ist der Weg zum Loch nicht immer der einfachste, führt nach Möglichkeit über Sandbunker und Hügel hinweg. „Mich wundert, dass nicht viel früher Jemand auf die Idee gekommen ist, so eine Anlage hier in der Region aufzubauen”, sagte Christian Riedel, am Mittwoch, als die neue Freizeitattraktion vorgestellt wurde. Jetzt ist der 35-Jährige der erste, der die Idee umsetzt. Nicht in Deutschland. Insgesamt gibt es ein knappes Dutzend solcher Anlagen. Aber Rheinland.

Im Schatten des Indemanns rollen die LKW, die Bagger sind angerückt, um die Golfanlage für Kicker aus dem Boden zu stampfen. Was die Fußballgolfer ab dem kommenden Frühjahr mitbringen müssen, sind Turnschuhe und neuen Euro. So viel wird die Kombination aus zwei populären Sportarten für Erwachsene kosten. Die Ermäßigung soll bei sechs Euro liegen.

Dafür können die Fußball-Golfer eine 18-Loch-Anlage bespielen. „Ein guter Fußballer braucht etwa zweieinhalb Stunden, um alle 18 Löcher zu spielen”, erklärte Riedel, der der Geschäftsführer der Fußballgolf Inden GmbH ist. Das gesamte Areal ist 54.000 Quadratmeter groß, das Angebot richtet sich an jeden Interessierten.

„Man braucht weder eine teure Ausrüstung noch muss man ein super Fußballer sein”, so Riedel. Im Gegenteil: Viele Amateurkicker würden sich wundern. „Pöhlen ist hier fehl am Platze”, machte Riedel, der in Köln als Sportjournalist arbeitet, deutlich. Präzision statt Wucht seien gefragt. Deswegen haben auch Menschen, die nicht so schnell laufen und hart schießen können, eine Chance.

Das Modell funktioniert

Indens Bürgermeister Ulrich Schuster gestand, dass die Entscheidungsträger in der Verwaltung erst ein wenig verdutzt geschaut haben, als die Idee zu einer Fußball-Golf-Anlage auf ihre Schreibtische flatterte. „Wir haben dann über die Idee nachgedacht und sie dann von Anfang an unterstützt. So entsteht am Indemann eine weitere Attraktion.” Jetzt verpachtet die Gemeinde das Gelände an die Betreiber. Den Kontakt zwischen der Fußballgolf GmbH und der der Gemeinde Inden hatte RWE Power vermittelt.

300.000 Euro investieren Riedel sowie die Gesellschafter Bertram Dürr und Gunther Riedel. Letzterer erklärte, dass sie andere Anlagen inspiziert haben. „Das Modell funktioniert”, sagte Gunther Riedel. Damit die Fußball-Golf-Anlage am Indemann, die neben den 18 Löchern auch Toiletten und einen Kiosk beheimatet, wirtschaftlich ist, braucht sie etwa 10.000 Besucher pro Jahr.
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