Aldenhoven - Alter Turm ist wieder ein stattliches Wahrzeichen

Alter Turm ist wieder ein stattliches Wahrzeichen

Von: Arnold Greven
Letzte Aktualisierung:
Im  1. Obergeschoss des Alten
Im 1. Obergeschoss des Alten Turmes wird das Schützen- und Heimatmuseum eingerichtet. Foto: Greven

Aldenhoven. Sehr viel Schweiß ist geflossen in den zwolf Jahren, in denen es sich anderthalb Handvoll Männer zur Aufgabe gemacht haben, das Wahrzeichen von Aldenhoven, den Alten Turm, wieder nutzbar zu machen. Dieses Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, einst Pfeiler des Aachener Tores, der bewehrten Markfeste Aldenhoven, war in den letzten Wochen des 2. Weltkrieges stark beschädigt worden.

Dennoch hatten die weit über einen Meter dicken Mauern im Wesentlichen den Kriegseinwirkungen standgehalten. Nach dem Kriege wurden die Schäden notdürftig beseitigt, die im Inneren der Mauer bis zum zweiten Stock führende schmale Treppe ausgemauert und geschlossen. Der Turm wurde mit einer zweiten Öffnung versehen, durch die zeitweise der Bürgersteig geführt wurde, eine unbefriedigende Lösung, weil sie üble Verunreinigungen im Gefolge hatten.

Mit Leben gefüllt

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, deren Gründungsjahr mit dem Bau der damaligen Befestigung der Markfeste zusammenfällt, fasste um die Jahrtausendwende den Entschluss, das historische Bauwerk mit kulturhistorischem Leben zu füllen und ihn der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ein Planungs- und Finanzierungskonzept wurde erstellt unter Einbeziehung des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege und der sonstigen Fachbehörden, bevor mit der Eigentümerin, der Gemeinde Aldenhoven, ein Überlassungs- und Nutzungsvertrag abgeschlossen werden konnte.

Dank großzügiger Unterstützung durch die örtlichen Banken, die Wirtschaft und die am Bau beteiligten Baustofflieferanten und Handwerker konnten die Pläne - zwar in abgespeckter Form - verwirklicht werden. Wichtigster Faktor für diese Verwirklichung war die persönliche Arbeitsleistung des „Bautrupps”, einer Gruppe von fünf bis acht Männern, die über die Jahre an jedem Samstag und hin und wieder auch noch dienstags hier im wahrsten Sinne des Wortes geschuftet haben mit dem unbeugsamen Willen, die begonnene Sanierung zu vollenden.

Festgehalten sind bisher insgesamt 8000 Arbeitsstunden. Zwar wurde im Mai 2011 das Schützen- und Heimatmuseum in einem Festakt eingeweiht. Aber es gibt noch viel zu tun. Für das erste Obergeschoss müssen noch die Einrichtungen für die Aufnahme der Museums- und Ausstellungsstücke geschaffen werden. Die weiteren Obergeschosse, die sowohl für Ausstellungen als auch als Archiv genutzt werden sollen, müssen noch vollendet werden. Für die Bewerbung um den Rheinischen Preis für Denkmalpflege, „der die Menschen würdigt, die ein Denkmal auf beispielhafte Weise saniert” und damit den „respektvollen Umgang mit der historischen Bausubstanz” bewiesen haben, dürfte die Arbeit der Aldenhovener Schützenbrüder beste Voraussetzungen besitzen. Auch manche Brautleute wissen das historische Ambiente mittlerweile zu schätzen: Die erste amtliche Trauung im Alten Turm hat schon stattgefunden.
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