Jülich - Alte FH Jülich: Vermarktung der ersten fünf Baugrundstücke gestartet

Alte FH Jülich: Vermarktung der ersten fünf Baugrundstücke gestartet

Von: Volker Uerlings
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An der Jan-von-Werth-Straße beginnt die Vermarktung des früheren FH-Geländes in Jülich, wo nun die fünf ersten Grundstücke verkauft werden – per Verlosung. Foto: Uerlings

Jülich. Gut Ding will Weile haben. Das wäre eine freundliche Umschreibung der doch langen Wartezeit, die nun aus Sicht vieler Bauwilliger und Politiker in Jülich endlich endet. Die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Jülich hat die Vermarktung des alten Fachhochschul-Geländes zwischen Ginsterweg, Haubourdin- und Jan-von-Werth-Straße gestartet.

Über 300 Menschen werden hier zunächst ein neues Zuhause finden. Denn in den Verkauf kommen 2017 und 2018 die Flächen des alten FH-Areals, die der Stadt gehören. Den nördlichen Teil (auf der nebenstehenden Karte der graue Bereich unterhalb des Von-Schöfer-Rings) wird vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes als Eigentümer separat vermarktet.

Der erste Schritt der Stadt ist ein kleiner: Fünf Einfamilienhaus-Flächen werden verkauft, die laut SEG „baurechtlich als voll erschlossen“ gelten. Sie befinden sich allesamt in der Jan-von-Werth-Straße. Weil es einige hundert Interessenten gibt, die in Jülich ein Baugrundstück suchen, kommt es zu einer Verlosung. In einem zweiten Schritt 2018 werden 55 weitere Ein- und neun Mehrfamilienhaus-Grundstücke veräußert, wie Martin Jungmann von der Stadtentwicklungsgesellschaft auf Anfrage informierte. „Viele Jülicher haben lange darauf gewartet“, weiß er aus vielen Gesprächen und Kontakten.

Das Losverfahren ist kostenpflichtig und habe sich beim Verkauf in anderen Baugebieten bewährt, sagte Jungmann. Es diene dazu, die Interessenten mit echter Kaufabsicht zu identifizieren. Sie müssen eine Teilnahmegebühr von 178,50 Euro bezahlen, die bei einem Kauf angerechnet wird. Wer keinen Zuschlag erhält oder von seinem Angebot zurücktritt, verliert dieses Geld, das die Stadtentwicklungsgesellschaft dann der Jülicher Tafel spende. Die Bewerbungsfrist für den ersten Bauabschnitt mit den genannten fünf Flächen (430 bis 515 Quadratmeter groß) endet am 9. Oktober.

„Wir haben mehr Interessenten als Grundstücke und möchten natürlich, dass jeder gleichgestellt ist. Deshalb wird blind unter notarieller Aufsicht gezogen“, schildert Martin Jungmann den zu erwartenden Fall, dass es mehr als fünf Bewerber gibt.

Zweite Runde im Sommer 2018

Die zweite Runde wird laut Stadtentwicklungsgesellschaft im Sommer 2018 eingeläutet, da hier noch baurechtliche Voraussetzungen zu schaffen sind. So beschloss der Planungsausschuss vergangene Woche, den Entwurf einer Flächennutzungsplanänderung aufzustellen, der hier noch eine „Sonderbaufläche: Schule“ vorsieht.

Das Gremium stimmte einmütig dafür, obwohl ein Bürger in der Sitzung anmahnte, bei den Bauhöhen eine Begrenzung vorzusehen. Hier solle man sich an den vorhandenen Häusern orientieren. Sowohl von der Verwaltung als auch der Politik gab es Widerspruch, weil auch die früheren FH-Gebäude eine andere Höhe gehabt hätten.

Das Bebauungskonzept der Stadtentwicklungsgesellschaft sieht insgesamt neun Mehrfamilienhäuser vor, die entlang der Haubourdinstraße und einer Hälfte des Ginsterweges entstehen sollen.

Der andere Teil der Grundstücke am Ginsterweg wird bekanntlich mit einer neuen Kindertagesstätte bebaut (mutmaßlich vier Gruppen/„Rurpiraten“) – oder steht aufgrund einer tektonischen Störzone nicht für Bauzwecke zur Verfügung. In der Grafik links ist dieser Bereich rot markiert.

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