Alte Dorfpumpe als Symbol zum Titzer Jubiläum

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Titz. Im Rahmen der Feiern zu „850 Jahre Titz“ hat der Heimat- und Geschichtsverein Titz mit dem Vorstand der Vereinigten Vereine Titz eine weitere historische Dorfpumpe aufgestellt. Spendiert hat die gut erhaltene und von Mitgliedern des Geschichtsverein restaurierte Pumpe das Ehepaar Alois und Roswitha Braun aus Titz.

Jahrelang hatte sie in deren Garage darauf gewartet, Blickfang des Ortes zu werden. Diese Pumpe könnte sicherlich viel erzählen, weil die Titzer sich damals bei ihr trafen und Neuigkeiten und Geschichten austauschten.

Mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung wurde das Vorhaben umgesetzt. Norbert Schiffer, Ortsvorsteher und Vorsitzender beider beteiligten Vereine, dankte Bürgermeister Jürgen Frantzen, dass er die Unterstützung ermöglichte und dem gewünschten Standort Landstraße/Ecke Rathausplatz zustimmte. So wurde das schmucke Museumsstück in kleinem und feierlichen Rahmen der Öffentlichkeit übergeben.

Dass zu diesem Zeitpunkt das Wetter nicht mitspielte, tat dem Vorhaben keinen Abbruch – die passenden Worte sprachen Bürgermeister und Vorsitzender im Foyer des Rathauses.

Vor 850 Jahren, also am 2. August 1166, besiegelte Erzbischof Rainald von Dassel die Urkunde, die der älteste vorhandene Nachweis der Existenz von Titz ist. Eine Messingplatte am Sockel der Dorfpumpe hält dies für künftige Generationen entsprechend fest.

Bereits am Vorabend hatten die beiden Vereine in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen. Mehr als 50 Besucher verfolgten dort den Vortrag des Heimat- und Geschichtsvereins zur Entstehung und Entwicklung des Ortes Titz – nicht allein die der letzten 850 Jahre.

Erste Titzer in Jungsteinzeit

Archäologische Funde belegen, dass Titz bereits weit früher besiedelt war. Bis in die Jungsteinzeit gibt es Nachweise und Siedlungsreste der ersten Titzer. Bürgermeister Frantzen wagte zudem sehr anschaulich einen Blick in die Zukunft der Landgemeinde, die in den nächsten Jahrzehnten nicht nur wächst und gedeiht, sondern mit einem Augenzwinkern vielleicht auch den gewünschten Bahnhof an der wiederhergestellten Bahnstrecke Jülich-Mönchengladbach erhalten könnte.

Auch diese beiden Veranstaltungen waren im Rahmen der ganzjährig 850-Jahr-Feiern sehr gelungen. Begonnen mit dem Neujahrsempfang und endend mit dem Jubiläums-Weihnachtsmarkt, gab und gibt es zu jedem Vereinsfest entsprechende Hinweise und Vorträge zu „850 Jahre Titz“.

Den nächsten Höhepunkt wird es beim Schützenfest geben, wenn am Kirmes-Sonntag der Festzug um historische Gruppen erweitert wird und im Anschluss im Festzelt ein ungezwungener und lockerer kleiner Festakt angeboten wird – endend bei einsetzender Dunkelheit mit der Aufführung des Großen Zapfenstreichs.

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