Alles handgemacht: Musik und Essen beim „Genussbahnhof“

Von: ptj
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Tolle Resonanz und „geile Stimmung“ beim Genussfestival: Die Veranstalter freuten sich über ein gut besuchtes Außengelände am KuBa. Foto: Jagodzinska
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Machten Stimmung beim „Fressfestival“: Die vorübergehen umbenannte CCKG-Kapelle „Les 6 Kölsch und ein Genever“ in anbrechender Dunkelheit.

Jülich. Erneut strömten Menschenmassen zu einem angesagten Streetfoodfestival und sorgten für gute Stimmung, diesmal im familiären Ambiente im Außengelände des Kulturbahnhofs (KuBa). „Wir sind total happy, was für ein geiler Tag“, brachte KuBa-Geschäftsführer Cornel Cremer am Freitagabend die Resonanz auf den ersten dreitägigen „Genussbahnhof“ auf den Punkt.

Ausgewählte lokale und auswärtige Anbieter zogen auf dem „schönen, aber mega-kleinen Gelände“ Scharen von Menschen aller Altersgruppen an, die „nicht nur essen und trinken, sondern auch Kultur wollten“.

Geschlemmt wurde in Mengen: Pulled Pork Burger, gereicht von Pub-Inhaber Ross Lynch, „Naan-Wraps“ aus selbst hergestelltem Dinkelmehl, Flammkuchen und Pizza aus dem Holzofen, Südtiroler Spezialitäten und bio/vegane Köstlichkeiten. Dazu wählte man köstliche Cocktails, selbst gebraute Biere, Rheinhessen- oder Mosel-Weine.

Zum Dessert lockten Kaffeevariationen, süße Crêpes mit frischen Früchten und herzhafte Galettes. Viele Gäste probierten das rein vegane Angebot vom „Guten Heinrich“. „Das denkt man gar nicht, aber das ist sehr lecker“, kommentierten Gäste den Geschmack bunter Maultaschen mit Linsensalat oder „Orient-Teller“. So ergaben sich hier und da ungewöhnlichere Gesprächsinhalte an den Biertischen über Beweggründe für Veganismus.

Der richtige Ton

Das erste kulturelle Event ging mit viel Stimmung bei einbrechender Dunkelheit mit „Les 6 Kölsch und ein Genever“ über die Open Air-Bühne, inmitten des „Fressfestivals“, wie CCKG-Frontmann Uwe Mock die Veranstaltung augenzwinkernd benannte. Die temporäre Umbenennung der Band war einem holländischen Gastmusiker zu verdanken.

Unplugged und ohne Soundcheck fand die Kapelle direkt den richtigen Ton und die passende Chemie mit dem Publikum. Doch nicht nur abends gab es Musik. „Brokum feat“ nennt sich das Akustiktrio um Sänger und Gitarristen Tobias Weingartz, der schon seit neun Jahren eigene Lieder schreibt. Gemeinsam mit Gitarristen André Tribbels und Cajonisten Willi Kühn brachte er am Samstagnachmittag eigene Stücke, aber auch alte und neue akustisch interpretierte Pop- und Rocksongs zu Gehör.

Später trat das energiegeladene Trio „Herr Miesepeters“ mit seiner musikalischen Mischung aus Akustik, Punk/Folk/Indie aus eigener Feder auf die Bühne. Gesungen wurden deutsche Songs mit zum Nachdenken anregendem Inhalt, der wirklich erlebt wurde. Der Reiz des Trios aus den Sängern und Gitarristen Tobi Peters, „Merlin“ und Allrounder Simon Jülicher macht der energisch/laute Stil der Songs im akustischen Gewand aus.

„Black Sheriff“ aus Köln, vier spektakuläre Hardrocker und energiegeladene Punker im „Thin Lizzy“-Style, übernahmen am Samstagabend die Bühne: Frontman Glen Ravioli (Gesang/Gitarre), C.H.R. (Bass/Backings), Drummer Randy de Souza und Doc B. Danger (Gitarre/Backings). Als später die Lichter auf dem Genussbahnhof erloschen, ging es in der After-Show-Party in der KuBa-Kneipe mit DJ Buto schwungvoll weiter.

Die „Spellotones“ alias Frank Wilden (Cajon), Arne Schenk (Gitarre/Gesang) und Pianist Norbert Garitz ließen am Sonntag mit ihrem harmonischen Gleitflug durch die Weiten aus Wörtern und Klängen ihrer musikalischen Welt wundervolle letzte kulturelle Akzente beim Genussfestival erklingen.

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