Jülich - Alleinerziehende Storchendame im Zoo

Alleinerziehende Storchendame im Zoo

Von: -vpu-
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Hat ihren fluguntauglichen „M
Hat ihren fluguntauglichen „Mann” vor die Tür gesetzt: Die Storchendame im Brückenkopf-Zoo brütet in acht Metern Höhe und ist auch künftig alleinerziehend. Foto: Park

Jülich. Familie Storch ist gleichberechtigt - eigentlich. Mutter und Vater teilen sich nicht nur die Brut, sondern danach auch die Aufzucht. Die werdende Mutter von vier Küken im Brückenkopf-Zoo hat aber ihren Kerl vor die Tür gesetzt und sich für das Modell als Alleinerziehende entschieden.

Sie verschmähte das Nistangebot in Bodennähe und wählte statt dessen eine acht Meter hohe Baumkrone. Damit ist der fluguntaugliche Gatte fein raus. Das kann Tierpfleger Henry Fischer nur akzeptieren, bei dem ohnehin die Freude über das Gelege mit vier Eiern überwiegt.

Der Erzeuger ist übrigens Opfer, denn er stammt noch aus einer Zeit, als die Tierparks den Vögeln die Flügel stutzten, um sie am Davonfliegen zu hindern. Das ist heute - zum Glück - anders.

Im Zoo ist das Frühjahr natürlich eine bewegte Zeit, da vielfach Nachwuchs ansteht. Die Hochlandrinder erwarten demnächst ihr zweites Kalb, die Mufflons sind da schon weiter. Grünfinken und Kiebitze gehen dem „Brutgeschäft” nach. Vom Geschehen im Zoo und dem Brückenkopf-Park als Ganzes haben sich in der noch jungen Saison gut 30.000 Besucher ein Bild gemacht.

Das legten am Donnerstag Park-Geschäftsführerin Dr. Dorothee Esser und Heinrich Horrig als „Chef vom Dienst” dar. Dieses Zwischenergebnis bleibt bislang 8500 Gäste hinter dem Vorjahresergebnis zurück, was aus Sicht der Verantwortlichen - das alte Lied - der Witterung geschuldet ist. Wenn die stimmt, wie im Zeitraum vom letzten Samstag bis zum 1. Mai, kommen auch die Leute in Scharen: fast 10.000.

Ende Mai, am langen Pfingstwochenende, erlebt der Brückenkopf-Park nach Darstellung des stellvertretenden Geschäftsführers Hajo Bülles die größte Jahresveranstaltung in einer neuen „Dimension”. Über 500 Darsteller lassen beim Epochenfest die Geschichte lebendig werden. Das sind so viele wie noch nie. „Der Platz um das Apfelquadrat reicht nicht mehr aus”, kündigt Bülles auch eine räumliche Vergrößerung der wohl etabliertesten Veranstaltung an, die ihre achte Auflage erlebt.

Auch die thematische Spannbreite ist größer und umfasst nicht nur Darstellungen, sondern auch Mitmachaktionen. Neben den bekannten Themen hält Preußenkönig Friedrich II. ausgerechnet am napoleonischen Bauwerk Einzug, aber auch der 30-jährige Krieg und die Weltkriege werden neu thematisiert. Einen Schlenker in Richtung der aufgehenden Sonne verspricht das „orientalische Kamelreiten”.
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