Alle Hydranten werden überprüft

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
10162297.jpg
Einst ein Problem-Hydrant: Hier in der Gereonstraße hatte die Feuerwehr im April bei einem Brandeinsatz das Problem, dass sich der Deckel nicht öffnen ließ. Eine Gummidichtung sorgt für Abhilfe. Foto: Guido Jansen

Jülich. Am 13. April hatte die Feuerwehr der Stadt Jülich ein Pro­blem zu viel. So brannte nicht nur ein Haus in der Gartenkolonie am Heckfeld lichterloh, Eile war geboten und Wasser von Nöten. Letzteres gestaltete sich einigermaßen schwierig, denn der Hydrantendeckel auf der Gereonstraße klemmte, er konnte mit dem üblichen Schlüssel nicht geöffnet werden.

„Das war keine Katastrophe“, sagte Ordnungsamtsleiter Hans Pinell. Die Feuerwehr habe genügend Wasser dabei gehabt, um mit den Löscharbeiten zu beginnen, außerdem ist die größte Quelle, die Rur nämlich, nur wenige Meter entfernt. Und schließlich konnte der gusseiserne Deckel doch noch aufgestemmt werden. „Es war das erste Mal überhaupt, dass das Öffnen eines Hydranten nicht so gut geklappt hat“, sagte Pinell.

Natürlich hätte das Problem unter anderen Umständen folgenreicher sein können. Deswegen hat die Stadt ihre Hydranten unter die Lupe genommen. Von den Ergebnissen wird am Montag der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss in Kenntnis gesetzt. Alle zwei Jahre untersuchen die Stadtwerke Jülich die Hydranten. Im Fall der Gereonstraße habe sich laut Pinell ergeben, dass der Verkehr auf der Straße zu einem Problem geworden ist. Viel Schwerlastverkehr rollt hier entlang, beispielsweise Rübenfahrzeuge. Deswegen komme viel Schmutz auf die Straße. So sei der Deckel verkantet gewesen.

In der Mitteilung für den Ausschuss am Montag heißt es, dass die Stadtwerke reagiert haben und jetzt Deckel einsetzen, die mit einer Gummidichtung ausgestattet und deswegen weniger anfällig für Schmutz und das Verkanten sind. Außerdem soll die Feuerwehr mit neuen Schlüsseln ausgestattet werden, mit denen das Öffnen besser funktioniert.

Nach Auskunft der Stadtwerke gibt es in Jülich rund 2000 Hy­dranten. Sie befinden sich in bebauten Gegenden in einem Abstand von 50 bis 100 Metern, auf nicht bebauter Fläche sei der Abstand größer. Die Hydranten sind nicht nur für die Feuerwehr eine wichtige Wasserquelle. Die Stadtwerke nutzen die Zugänge zu den unterirdischen Wasserleitungen selbst regelmäßig. „Wir spülen mit Hilfe der Hydranten unsere Leitungen“, sagte Sigrid Baum vom Versorger. Für dieses Spülen setzt das Unternehmen jeweils am Anfang und Ende eines Straßenzuges an.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert