Alle Führungspositionen in Nordkreis-Rathäusern sind wieder besetzt

Von: Otto Jonel und Guido Jansen
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Nahm erstmals auf dem Bürgermeister-Stuhl im Indener Ratssaal Platz: Jörn Langefeld wurde am Donnerstag im Gemeinderat vereidigt. Foto: Guido Jansen
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Printen und gute Wünsche gab es für Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker von Mitbewerber Patrick Schunn (FDP). Foto: Jonel

Linnich/Inden. Feierliche Stimmung und großen Publikumsandrang gab es am Donnerstagabend in gleich zwei Rathäusern der Region: In Linnich wurde mit Marion Schunck-Zenker (SPD) die erste Bürgermeisterin des Nordkreises vereidigt. In Inden/Altdorf legte Jörn Langefeld (parteilos) den Amtseid ab. Beide hatten sich in den Stichwahlen am 27. September durchgesetzt.

Marion Schunck-Zenker (42) ist seit Donnerstagabend offiziell die Erste Bürgerin der Stadt Linnich. Sie wurde in einer „normalen Arbeitssitzung“ des Stadtrates in ihr Amt eingeführt. Die Amtskette als Zeichen ihres Amtes erhielt sie aus den Händen des stellvertretenden Bürgermeisters Wilfried Sauer (CDU). Anspielend auf den fulminanten Wahlsieg – Marion Schunck-Zenker hatte die Stichwahl gegen Amtsinhaber Wolfgang Witkopp mit 79,1 zu 20,9 Prozent für sich entschieden – attestierte Sauer der Bürgermeisterin einen „großen Vertrauensvorschuss“.

Nun gelte es „zu liefern“. Linnich stehe vor einem tiefgreifenden Wandel, sagte Sauer. Um die großen Aufgaben der Zukunft zu bewältigen, werde sie „Gespür für das Notwendige und politisch Machbare brauchen“. Sauer sagte der sozialdemokratischen Bürgermeisterin die Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung zu.

Marion Schunck-Zenker dankte in ihrer kurzen Antrittsrede allen, die sie gewählt hatten, Parteifreunden, Helfern und vor allem der Familie, „deren Liebe mich trägt“. Bei allem Einsatz, den sie für die Stadt einbringen wolle, sei bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben „das Gemeinsame“ der Schlüssel.

Kühle Stimmung in Inden

In Inden wurde Jörn Langefeld vor vollen Zuschauerrängen im Ratssaal als Nachfolger von Ulrich Schuster vereidigt. Langefeld ist genau wie Schuster parteilos. Die Stimmung im Ratssaal war teilweise kühl. Nach der Vereidigung – die stellvertretende Bürgermeisterin Karin Krings nahm Langefeld den Amtseid ab – hielt sich der ­Applaus aus den Reihen der großen Koalition aus CDU und SPD in Grenzen.

Langefeld bedankte sich in seiner Antrittsrede bei seinem Vorgänger, auch für das Angebot, bei Fragen zur Verfügung zu stehen.

Dann sprach er die Flüchtlingsproblematik an, bei der Verwaltung und Rat in menschlicher Weise das Richtige tun müssten. Zudem kritisierte Langefeld das Handeln der Regierung, die nicht erkenne, dass viele Kommunen bereits an der Grenze der Aufnahmefähigkeit angekommen seien und sprach im Bezug auf die Äußerung von Kanzlerin Angela Merkel („Wir schaffen das“) von „leeren Worthülsen“. Gleichzeitig würdigte er den großen Einsatz der Menschen in Inden. „Da kann ich nur meinen Dank und meinen Respekt für die Mitarbeit im Rat und dem Arbeitskreis Asyl für die Arbeit hier vor Ort aussprechen.“

Langefeld betonte, glücklich und stolz zu sein, Bürgermeister eine Kommune zu sein, deren Verwaltung gut aufgestellt sei. „Auf uns warten viele Aufgaben. Lassen Sie uns diese gemeinsam über die Parteigrenzen hinweg angehen und versuchen, Inden mit gesundem Menschenverstand voranzubringen.“

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