Alle 13 Minuten blitzt es im Kreuz Jackerath

Von: Marvin Bergs
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Bei der mobilen Tempoüberwachung wurden im ersten Halbjahr 29 Prozent weniger Verstöße im Nordkreis gemessen. Foto: Imago/Olaf Wagner

Jülicher Land. Erinnerungsfotos können etwas Wunderbares sein – wenn sie unter erfreulichen Umständen entstanden sind. Das Gegenstück zu solchen Andenken stellen Bilder dar, die Autofahrer immer wieder von den Verkehrsbehörden per Post erreichen. Das Motiv: ein „Selbstpor­trät“ hinter dem Steuer, schneller unterwegs als erlaubt.

Ganze 21.221 verwertbare Fotos, also solche, die ein Verwarnungs- oder Bußgeld nach sich zogen, schossen die stationären Radarmessgeräte im Jülicher Land in den ersten sechs Monaten 2015, wie die Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilte. Den Löwenanteil der so entstandenen Beweisbilder lieferte die Anlage auf der A61 im Autobahnkreuz Jackerath: Sage und schreibe 20.300-mal erinnerte der rote Lichtblitz hier die Fahrer an die Tempo-80-Zone.

Im Durchschnitt bedeutet das rund alle 13 Minuten eine Geschwindigkeitsüberschreitung. Weitere 921 Fälle gehen ebenfalls auf das Konto einer Einzelanlage: auf der L253 in Tetz Fahrtrichtung Linnich. Hier steht in der Gegenrichtung auch eine der drei weiteren Anlagen im Jülicher Land, die von den Messpunkten auf der B57, ebenfalls in Linnich, und auf der L228 bei Niedermerz in der Gemeinde Aldenhoven komplettiert werden.

Von diesen fünf Starenkästen waren jedoch nur die beiden erstgenannten in Betrieb, was vor allem daran liegt, dass die insgesamt 14 Anlagen im Kreis Düren mit nur sieben Messgeräten bestückt werden. Im ersten Halbjahr des Jahres 2014 waren ebenfalls nur die Anlagen in Tetz und im Kreuz Jackerath mit Messtechnik ausgerüstet. Dabei sank laut Kreis die Fallzahl der Tempoüberschreitungen in Tetz um 33 Prozent, in Jackerath lediglich um gut 1 Prozent.

Dieser Unterschied ist wohl durch den Umstand zu erklären, dass die Autobahn-Blitzstation ganzjährig betrieben wird, während die Messtechnik der Tetzer Anlage auch anderenorts zum Einsatz kommt. Insgesamt kamen so von Januar bis Juni 2015 genau 700 „Blitz“-Beweisfotos im Jülicher Land weniger zusammen als im Vorjahreszeitraum.

Im Bereich der mobilen Geschwindigkeitsmessungen sank die Zahl der geahndeten Verstöße stärker: Wurden in der ersten Jahreshälfte 2014 noch 13213 Temposünder gezählt, waren es 2015 nur noch 9400 – ein erfreuliches Minus von knapp 29 Prozent.

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