Alessandro Pasqualinis architektonische Finessen

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Einen Blick vom Wall über den Festungsgraben hinein in die Jülicher Innenstadt kann wagen, wer an einer der VHS-Führungen unter dem Motto „Geschichte am Sonntag” teilnimmt.

Jülich. Wer eine „italienische” Planstadt im Rheinland erkunden und Hochrenaissance-Architektur erleben möchte, der hat dazu in Jülich als einstiger herzoglicher Residenz mit Zitadelle und Schloss eine einmalige Chance. Die Volkshochschule (VHS) Jülich bietet im Rahmen von „Geschichte am Sonntag” auch 2010 wieder Führungen an.

Diese gestaltet Conrad Doose, Vorsitzender der Fördervereins „Festung Zitadelle Jülich.”

Völlig neu zu entdecken ist dabei das „Jülicher Pentagon”, die nach 1945 auf altem Grundriss und historisch orientiert wieder aufgebaute „Pasqualinische Altstadt”. Ihr Vorbild aus dem 16. Jahrhundert, die „Idealstadtanlage der Renaissance”, prägt heute ihr Erscheinungsbild.

In der mächtigen Zitadelle, in der ungestört Fledermäuse überwintern, ist die St.-Johannes-Bastion mit Wehrgängen, Kasematten, Kanonenhof und „Horchgang” zu besichtigen. Eine besondere „Erfindung” stellten die bis zu 46 m dicken Wallmauern dar: Nicht einmal Luftminen konnten 1944 die 450 Jahre alten „weichen” Wälle sprengen.

Die nächste Führung findet am Sonntag, 11. April, statt. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Pasqualini-Brücke.
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