Alemannia mit kühlem Kopf in der Hitze

Von: Björn Wickmann
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Das Benefizspiel zwischen dem SC Jülich und Alemannia Aachen ist zur Zufriedenheit aller Beteiligten ein großer Erfolg geworden. Foto: Wickmann
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Michael Lingnau (v.l.), Luc Rey und Peter Kosprd präsentierten den von beide Vereinen signierten Ball. Foto: Kròl
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Bei den tropischen Temperaturen fungierte Jülichs Trainer Peter Kosprd als Wasserträger. Foto: Kròl

Jülich. Das lang ersehnte Benefizspiel zwischen dem SC Jülich 10/97 und Alemannia Aachen ist in jeder Hinsicht ein großer Erfolg geworden. Bei strahlendem Sonnenschein waren trotz starker Hitze über 1000 Besucher ins Jülicher Karl-Knipprath-Stadion gekommen, um sich dieses Highlight des Jahres anzusehen.

Das ursprünglich für letzten Sommer angesetzte Spiel hatte damals wegen andauernden Starkregens abgesagt werden müssen, aber diesmal lief alles zur Zufriedenheit der Veranstalter. „Ich freue mich, dass wir dieses tolle Event hinbekommen haben und den Teilnehmern unseres Sommerjugendcamps etwas ganz Besonderes bieten können“, sagte der erste Vorsitzende der „Zehner“, Michael Lingnau.

Der Erlös des Spiels kommt der Jugendarbeit der Jülicher zugute, und vielleicht wird es demnächst weitere Kontakte zwischen beiden Vereinen geben. „Wir hatten sehr vertrauensvolle Gespräche mit Aachens Sportdirektor Alexander Klitzpera, und es wäre toll, wenn wir in Zukunft weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen beiden Traditionsvereinen gerade im Bereich der Jugendarbeit schaffen können“, berichtet Lingnau weiter.

Zustande gekommen war der Kontakt zwischen den Kaiserstädtern und der Herzogstadt durch das Angebot des SC, dass die Alemannia das Jülicher Stadion nutzen dürfe, falls im Zuge des damals laufenden Insolvenzverfahren der Tivoli nicht mehr weiter genutzt werden dürfte. Dieses Szenario konnte abgewandt werden, aber die Alemannia erklärte sich als Dankeschön bereit, ein Benefizspiel auszurichten.

„Für uns ist dies eine gute Möglichkeit zu sehen, wo wir sportlich stehen und was wir zu Saisonbeginn noch verbessern können. Das Testspiel in Roetgen ist sehr positiv verlaufen und darauf wollen wir natürlich aufbauen“, sagte Aachens Sportdirektor Alexander Klitzpera. Auch Cheftrainer Christian Benbennek nahm dieses Spiel gegen eine Auswahlmannschaft der Kreise Jülich und Düren sehr ernst im Sinne einer optimalen Saisonvorbereitung.

Jülichs Ehrentrainer Peter Kosprd hatte eine Mannschaft aufgestellt, in der Spieler des SC Jülich, des FC Inden/Altdorf und vom FC Germania Lich-Steinstraß gemeinsam aufliefen. Die Funktion des Stadionsprechers hatte Heiko Mock übernommen. Den symbolischen Anstoß führten die Ehrengäste Dr. Christian Steinborn, Luc Rey und Ulf Kamburg aus.

In der ersten Halbzeit zeigten die Jülicher, dass sie druckvoll mitspielen wollten, kreierten mehrere gute Chancen und nötigten dem Gegner Respekt ab. „Die haben es uns schwer gemacht und gezeigt, dass sie gut mit dem Ball umgehen können“, bemerkten Aachens Peter Hackenberg und Dominik Ernst.

Doch es zeigte sich, dass die Alemannia schon voll im Trainingsmodus steht und die Auswahlmannschaft nicht voll eingespielt war. Zum Ende der ersten Halbzeit stand es 4:0 für die Alemannia nach Toren von Hackenberg, Gaudenz, Maier und Zieba. Zur zweiten Halbzeit mischten beide Trainer ihre Teams kräftig durch und wechselten zahlreiche Spieler aus. Den nächsten Treffer im Spiel setzte erneut Viktor Maier mit seinem zweiten Tor und auch Gödde und Hasani trafen für die Kaiserstädter. Den Schlusspunkt setzte Sahin Dagistan mit einem Doppelpack zum 9:0-Endstand.

Gut auf große Hitze eingestellt

„Ich bin mit dem Spiel zufrieden, denn mein Team hat sich gut auf die große Hitze hier eingestellt und das Spiel sofort angenommen. Man konnte trotz des hohen Sieges gut erkennen, was wir noch verbessern müssen“, analysierte Aachens Cheftrainer Benbennek nach dem Spiel. Jülichs Trainer Kosprd war natürlich nicht so erfreut über das Ergebnis und merkte an, dass die Einspielzeit für die Auswahlspieler zu kurz war.

Nach diesem Event präsentierten Zehner-Chef Lingnau, sein Stellvertreter Claus Nürnberg und der Schirmherr des Jugendcamps Luc Rey einen großen Fußball, der von allen „Zehner“- und Alemannia-Spielern signiert worden war und am letzten Tag des Camps versteigert werden soll. Der Erlös ist ebenfalls für die Jugendarbeit des SC gedacht, und es wurde schon sofort zur Freude der Veranstalter ein erstes Gebot abgegeben.

Nürnberg bedankte sich ausdrücklich bei allen Ehrenamtlern, die sich beim Jugendcamp und dem Benefizspiel engagiert haben. Der Abend klang gemütlich im Vereinsheim des SC unter Beteiligung der Gastmannschaft aus, Die „Zehner“ hatten ein tolles Event erlebt, an das sie noch lange zurückdenken werden.

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