Aldenhoven - Aldenhovener Rat schnürt Sparpaket für 2010

Aldenhovener Rat schnürt Sparpaket für 2010

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Aldenhoven. Der Rat der Gemeinde Aldenhoven hat grundsätzliches Einvernehmen darüber erzielt, dass im laufenden Jahr 210.000 Euro bei den freiwilligen Leistungen eingespart werden sollen. Doch endgültig entschieden ist noch nichts.

Die Zeit drängt. Bürgermeister Lothar Tertel befürchtet, dass sich das haushaltsrechliche verfahren bis in die Sommerpause erstrecken wird - einschließlich der Prüfung des Zahlenwerks durch die Bezirksregierung Köln.

Folge für Tertel: „Ich kann keine Fun-Tickets ausgeben” und „Ich kann keine freiwilligen Leistungen tätigen”. Traditionell vergibt die Gemeinde kurz vor den Sommerferien stark verbilligte Fahrkarten für den gesamten Bereich des Aachener Verkehrsverbundes an Jugendliche. Dieser Haushaltsposten (8000 Euro) soll, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven, nicht angetastet werden. Der Sozialdemokrat stellte zufrieden fest, dass gespart werde, „ohne in sensiblen Bereichen zu schneiden”.

Die freiwilligen Leistungen haben ein Volumen von insgesamt zwei Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand würden somit zehn Prozent eingespart. Dies aber nur, weil die gemeindlichen Bau-Zuschüsse für die katholischen Kindergärten St. Barbara und St. Elisabeth zur Betreuung der Unter-Dreijährigen (U3) erst im kommenden Jahr abgerufen werden.

Damit können 70.000 Euro im Haushalt 2010 eingespart werden - zusätzlich zu den 140.000 Euro, die die Gemeindeverwaltung im Auftrag des Rates vorgeschlagen hatte. Tertel dazu: „Wir haben uns aus dem Fenster gelehnt.”

Enttäuscht von der ersten Sparrunde zeigt sich die FDP-Fraktion. Das, was bisher auf dem Tisch liege, sei „nicht aus ausreichend”, das bisher Diskutierte „sehr ernüchternd”, sagte deren Vorsitzender Willi Zander mit Blick auf die großen Fraktionen. In die Verhandlungen gegangen war die FDP mit der Devise: „Wir unterstützen jeden Sparvorschlag.”

Die Sparliste der Verwaltung findet „weitgehend” die Zustimmung der CDU, doch sieht Fraktionschef Reinhard Paffen hierin „keine echten Einsparungen”, das bislang nur wie in jedem Haushaltsjahr verfahren worden sei.

Paffen ließ anklingen, dass nicht mehr genutzte Spielplätze im Gemeindegebiet stillgelegt werden sollten. Die Areale etwa am Karl-Arnold-Ring und am Gerhard-Heusch-Platz könnten verkauft, als „Baugrundstücke versilbert” werden. Generell soll laut Verwaltung der Unterhaltungsaufwand für die Plätze reduziert werden.
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