Aldenhovener Liberale und Leipertz lassen CDU zunächst zappeln

Von: gep
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Stimmenauszählung in der Aldenhovener Marienschule: Das Wahlergebnis in der Gemeinde ermöglicht auch „wechselnde Mehrheiten” im Rat, meint die FDP. Foto: gep

Aldenhoven. Die Aldenhovener Liberalen gehen selbstbewusst in die Verhandlungen nicht nur mit der CDU. Die Partei ist nach allen Seiten „offen”.

Denn „ohne die FDP läuft nichts mehr”, ist das Fazit des mutmaßlichen Fraktionsvorsitzenden Willi Zander nach der Kommunalwahl. Zander (57) ist Technischer Angestellter im Forschungszentrum, sein künftiger Fraktionskollege ist Thomas Wolter (42), ein Beamter im Eisenbahnbundesamt.

CDU-Fraktionschef Reinhard Paffen will ein Bündnis der Union (11 Sitze) mit dem Altpartner Unabhängige soziale Alternative /UsA) (1 Sitz), FDP (2 Sitze) und dem Freialdenhovener Einzelbewerber Jakob Leipertz, dem „alten CDU-Mann” (Paffen), schmieden. Damit nähmen die SPD (9 Sitze) und die Freie Wählergemeinschaft/FWG (4 Sitze) wieder auf der Oppositionsbank Platz.

Doch es könnten sich auch wechselnde Mehrheiten finden, meint der Liberale Zander: „Ist das so schlimm?”Jedenfalls sei die Stimme von Bürgermeister Lothar Tertel (parteilos) „nicht mehr so entscheiden.” Und er fügt hinzu: „Es ist nicht alles schlecht, was die Freien Wähler vorschlagen.” Und der FWG-Spitzenmann Dieter Froning äußert seine Offenheit gegenüber FDP und SPD, sieht aber mit der CDU, zu der man seit Jahren ein sehr kühles Verhältnis hat, „wenig Gemeinsamkeiten.

Denkbar, so Froning, sei ein Dreier-Bündnis, das zu vernünftigen Sachkompromissen fähig sei. Doch zur Zeit will die FWG „in keinster Weise” eine Koalitionsaussage machen. Im Wahlkampf haben die Freien Wähler klar und deutlich gegen den von der CDU gewünschten Neubau des Rathauses Stellung bezogen.

Entscheidend für den FDP-Chef ist, dass „die Haushaltslage die Politik bestimmt” und letzere strikt auf das Wohl der Gemeinde ausgerichtet sein müsse. Nicht verhandelbar sei, dass es keine neue zusätzlich Schuldenaufnahme geben dürfe.

Dies könne bedeuten, die Sanierung oder den Neubau des Rathauses „zunächst zu verschieben”. Zunächst, so Zander, sollen alle Ausgaben überprüft werden. Sparpotential sieht er aber auch auf Kreisebene: Die Umlage, die die Gemeinde nach Düren überweise, sei mit neun Millionen zu hoch, und bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende gehe es um rund 200.000 Euro.
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