Aldenhovener Josef Bremen: Eine Top-Adresse unter "Pausteten"

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Ganz stolz blickt Josef Bremen auf seinen Champion, einen weißen Täuber, der bei den Europameisterschaften die gesamte männliche und weiblich Konkurrenz hinter sich ließ. Foto: Greven

Aldenhoven-Schleiden. In früheren Zeiten schwirrten die „Paustetze“ auf vielen Bauernhöfen umher und pickten zusammen mit dem übrigen Federvieh das Körnerfutter. Heute sind sie seltener geworden, leben sorgsam gehütet in den Volieren von nur noch wenigen Züchtern. Einer unter ihnen ist der ehemals selbstständige Metzgermeister Josef Bremen, der sein Hobby pflegt und inzwischen zu den erfolgreichsten seiner Zunft zählt.

Zum zweiten Mal in Folge holte er im niederländischen Hengelo mit seinen weißen Pfautauben die Europa-Meisterschaft. Angefangen hat Josef Bremen in jungen Jahren mit der Brieftaubenzucht, angesteckt von seinem Onkel Franz Bremen, dem damaligen „König der RV Aldenhoven“.

Das Hobby wurde Josef Bremen nach und nach in der Reisesaison zu zeitaufwendig. Aber ganz wollte er die gefiederten Lieblinge nicht missen und verlegte sich auf eben die Pfautauben, für die es keine Wettbewerbe in Schnelligkeit, wohl aber in Schönheit gibt. Dafür kommt die Konkurrenz aus ganz Europa, und zwar einmal im Jahr nach Hengelo nahe Enschede.

Hier werden jeweils die schönsten einjährigen Tauben ausgestellt. Josef Bremen ist Mitglied der amerikanischen Züchtervereinigung CFC und gehört zum „District 11 Europa“. Anders als bei Schönheitskonkurrenzen in Deutschland, wo die Bewertung auch bei Brieftaubenschauen hinter verschlossenen Türen stattfindet, wird sie in Hengelo nach amerikanischem Vorbild öffentlich vorgenommen.

Vorzüge und Mängel

Die aus mehreren Nationen kommenden Preisrichter beurteilen die Vorzüge und Mängel jeder einzelnen Taube vor den Ohren der Züchter in mehreren Sprachen. Dann herrscht große Spannung in der Ausstellungshalle. Beurteilt werden die gesetzten Tauben getrennt nach Farbkategorien.

Schönheitskriterien sind die Balance, wie die Taube steht und geht, die Figur und Haltung, der Körper von allen Seiten rund wie ein Ball und natürlich der aufrecht getragene Fächer, rund mit regelmäßigem Stand der Federn und in der Farbe makellos.

Die Bewertung erfolgt zunächst getrennt nach weiblichen und männlichen Tauben. Am Ende der Bewertung steht der Vergleich zwischen den beiden Geschlechtern. Meist sind die Täubinnen den Täubern in Haltung und Eleganz überlegen.

Josef Bremen hat sich auf die am meisten geschätzte weiße Pfautaube konzentriert. Nach vielen Jahren ist es ihm gelungen, den renommierten Züchtern Europas Paroli zu bieten. 2013 wurde seine Täubin Champion „Best of Color“, sein Täuber siegte bei den männlichen Tauben und landete am Ende auf „Reserve“, das ist der zweite Platz.

2015 – es war am 1. Adventssonntag – gelang ihm die Titelverteidigung. Wegen der Vogelgrippe fiel der Konkurs im Jahre 2014 aus. Sein Star diesmal der Täuber FN282, der seine männliche und auch die gesamte weibliche Konkurrenz hinter sich ließ. Unter den Großen seiner Zunft hat sich Josef Bremen jetzt einen Namen gemacht. Er ist stolz auf seine eigenen Zuchterfolge. Schließlich landeten außerdem drei seiner jungen „Damen“ auf den Plätzen 10, 12, 13.

Neben seinen weißen Pfautauben hatte er auch in der Kategorie „Farbschwanz“ ausgestellt, Tauben mit weißem Körper und farbigem Schwanz. Hier belegten seine Hennen gleich vier vorderste Plätze, darunter 1 und 2.

Stolz ist Josef Bremen vor allem darauf, dass ihm seine Zuchterfolge fast ausschließlich ohne teure Zukäufe gelingen. Die Qualität basiert auf eigenen Züchtungen.

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