Aldenhovener Etat hat Verspätung

Von: ahw
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Aldenhoven. Ursprünglich sollte in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Aldenhoven der Haushaltsentwurf 2016 mit der Fortschreibung des laufenden Sanierungsplanes eingebracht werden. Doch Bürgermeister Ralf Claßen musste den Rat vertrösten.

Da vom Kreis Düren noch wesentliche Daten ausstehen, die rund 40 Prozent der Ausgaben ausmachen, ergebe ein neuer Etatentwurf keinen Sinn. So hat die Gemeinde auch eine Ausnahmegenehmigung bei der Bezirksregierung beantragt, den Etatentwurf erst später vorzulegen.

Stattdessen trug Kämmerer Michael Ossenkopp einen Finanzbericht fürs laufende Jahr vor und gab einen Ausblick aufs kommende Jahr. „Wir müssen 2016 die schwarze Null schreiben“, nannte er eine Vorgabe für die Stärkungspakt-Kommune, die sich noch als schwere Hypothek erweisen könnte.

Doch fürs laufende Haushaltsjahr „sieht es sehr gut aus“, spielte der Kämmerer auf eine stattliche Gewerbesteuer-Nachzahlung von knapp zwei Millionen Euro und deren sechsprozentige Verzinsung an, die die Finanzerträge in 2015 um rund eine Million Euro nach oben schrauben. Verschlechterungen im Haushalt ergeben sich durch die höhere Gewerbesteuerumlage ans Land (rund 240.000 Euro), höhere Sanierungskosten beim Gebäude von Real- und Gesamtschule (200.000 Euro) sowie die Transferleistungen im Bereich Asyl in Höhe von rund 340.000 Euro.

Die Kehrseite der glänzenden Medaille sind zu erwartende Einbußen bei den Schlüsselzuweisungen für 2016, wo ein eklatanter Einbruch droht, da Aldenhoven wegen der Nachzahlung als steuerstark eingestuft wird. So will es jedenfalls die Systematik beim Land NRW. Auch wenn das Defizit auf rund 300.000 Euro reduziert werden konnte, hängt hier das Damoklesschwert über dem Haushalt. So darf man gespannt sein, was der Kämmerer vorschlägt, um die Lücke zu stopfen.

Da tröstete auch nicht der vom Bund avisierte Betrag von rund 850.000 Euro für investive Maßnahmen, bei denen die Gemeinde Aldenhoven eine Co-Finanzierung von immerhin zehn Prozent beisteuern müsste.

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